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Sport Nachricht 05.10.2011 Stu­die be­legt ge­sell­schaft­li­chen Wert des Spit­zen­sports

Deutsche Spitzenathleten haben positiven Einfluss auf Jugendliche. Friedrich wird Sponsor.

93 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland sind der Ansicht, dass deutsche Athleten eine Vorbildfunktion in punkto Leistungswillen haben. Dies ist das markanteste Ergebnis einer Studie der Deutschen Sporthilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln, die heute in Berlin in Anwesenheit von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach vorgestellt wurde.

Auch die weiteren Ergebnisse der repräsentativen Studie überraschen und verdeutlichen den großen positiven Einfluss der Spitzenathleten auf die Gesellschaft: Für 87 Prozent der Deutschen haben Athleten eine Vorbildfunktion in punkto Fairness, für 85 Prozent bezogen auf das Gemeinschaftsgefühl, 84 Prozent nehmen sich in punkto Leistungsfähigkeit ein Beispiel an den Top-Sportlern. Zwei von drei Deutschen sind stolz oder glücklich, wenn deutsche Athleten Medaillen bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften gewinnen. Fast genauso viele Deutsche fiebern mit, wenn unsere Athleten bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften um Medaillen kämpfen.

Nach Meinung der Bevölkerung, so ein anderes Ergebnis der Studie, die von Prof. Dr. Christoph Breuer in Berlin vorgestellt wurde, ist Sport für die Außendarstellung Deutschlands wichtiger als Kultur und Politik. Daraus resultiert auch eine entsprechende Forderung nach einem Förderprogramm: 72 Prozent der deutschen Bevölkerung wünschen sich ein spezielles Förderprogramm für Athleten mit Blick auf Olympische Spiele.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach sind nun auch Sponsoren + Zwei neue Sponsoren Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Seit 2010 hat jeder in Deutschland die Möglichkeit, im Rahmen der Spendenkampagne "Dein Name für Deutschland" die deutschen Spitzensportler mit nur drei Euro im Monat persönlich als "Sponsor" zu unterstützen und symbolisch mit dem eigenen Namen zur Unterstützung deutscher Spitzensportler durch die Deutsche Sporthilfe beizutragen.

Die Deutsche Telekom AG wird die Deutsche Sporthilfe bei der Gewinnung von "Sponsoren" der Kampagne künftig noch intensiver unterstützen: Die Telekom hat am 19. September in Bonn die Aktion "Telekom für Deutschland" gestartet, bei der u.a. alle Mitarbeiter über vielfältige Maßnahmen aufgefordert werden, sich insbesondere für London 2012 als "offizielle Sponsoren" zu engagieren. Innenminister Friedrich und DOSB-Präsident Bach erhielten in Berlin eine auf ihren Namen ausgestellte Sponsor-Urkunde.

Stimmen:

Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesinnenminister

"Sport tut Deutschland gut. Der Sport schafft Gemeinschaftserlebnisse, kreiert Vorbilder für Kinder und Jugendliche und ist ein wichtiger Integrationsfaktor. Und unsere erfolgreichen Athleten stärken das Ansehen Deutschlands in der Welt. Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass der Athlet im Mittelpunkt steht. Ich werde gern Teil der Kampagne "Dein Name für Deutschland", weil ich auch als Privatperson einen Beitrag für die Erfolge unserer Athleten in London leisten möchte".

Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Olympiasieger 1976

"Diese Studie zeigt vor allem eins: Sportler sind herausragende Repräsentanten unseres Landes und haben dabei eine Vorbildfunktion wie wenige andere Menschen. Wenn zwei Drittel der Bevölkerung Glück und Stolz empfinden, wenn deutsche Athletinnen und Athleten Medaillen gewinnen, dann ist das für den Sport Ansporn und Verpflichtung zugleich, unser Land sympathisch und erfolgreich zu vertreten. Dabei brauchen die Sportler Unterstützung, die unter anderem von der Sporthilfe kommt. Auch ich bin einst von der Sporthilfe gefördert worden. Das gab mir damals den nötigen Rückhalt. Ich begrüße es sehr, dass bei "Dein Name für Deutschland" jeder Einzelne etwas für die Förderung von unseren Athletinnen und Athleten tun kann. Die heute vorgelegte Studie lässt uns auf noch mehr Unterstützung in der Bevölkerung hoffen."

Prof. Dr. Christoph Breuer, Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Sportmanagement und Sportökonomie

"Wir sind von den Ergebnissen dieser repräsentativen Studie sehr überrascht, immerhin haben wir bundesweit 2.000 Personen befragen können. Der Sport nimmt eine hervorgehobene Stellung in unserer Gesellschaft ein, dies belegen zahlreiche Studien. Dass aber im Schnitt 85 Prozent der Bundesbürger Spitzensportlern eine Vorbildfunktion in so unterschiedlichen Bereichen wie Leistungsfähigkeit, Fairness oder Gemeinschaftsgefühl zuweisen und hinsichtlich des Leistungswillens dies gar 90 Prozent tun, ist ein in dieser Größenordnung unerwartet starkes Ergebnis dieser Studie."

Dr. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe

"Die Deutsche Sporthilfe will mehr Spitzensportförderung leisten, und die Ergebnisse unserer Studie dokumentieren eindrucksvoll, warum das so wichtig ist. Mehr als 500.000 Euro konnten wir seit Beginn der Kampagne „Dein Name für Deutschland“ im vergangenen Jahr bereits dafür einsammeln. Das ist bereits sehr viel, aber bei weitem noch nicht genug. Es gilt, neue Potenziale zu nutzen, beispielhaft dafür die Aktion "Telekom für Deutschland"- zum Wohle unserer Athleten, damit letztlich zum Wohlbefinden der gesamten Bevölkerung in Deutschland."

Am 14. Oktober begeht die Deutsche Sporthilfe in Anwesenheit von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich in Dresden ihr "Fest der Begegnung" mit der Ehrung der "Juniorsportler des Jahres 2011", die höchste Auszeichnung im deutschen Nachwuchssport, in Einzel- und Mannschaftswertung sowie zwei Sonderpreise für Behinderten- und Gehörlosensport. Die mit der Ehrung verbundenen Ausbildungs-Stipendien übernimmt bereits zum achten Mal der Paket- und Expressdienstleister DPD. Zudem verleihen BMI und DOSB erstmals gemeinsam den "Fair Play Preis des deutschen Sports" in vier Kategorien.

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