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Neue Länder Deutsche Einheit Nachricht 04.10.2011 Tag der Deutschen Einheit 2011

"Ich wünsche mir, dass die Mauer in den Köpfen möglichst noch in meiner Generation abgebaut wird": Diesen Wunsch äußerte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich beim Tag der Deutschen Einheit 2011. Bei sommerlichen Temperaturen kamen knapp eine Million Besucher zum dreitägigen Deutschlandfest vom 1. bis 3. Oktober in die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn. Die Bewohner Nordrhein-Westfalens hatten doppelt Grund zum Feiern, fand doch zeitgleich der Nordrhein-Westfalen-Tag statt. Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete der 21. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.

Minister gibt Autogramme Minister gibt Autogramme Quelle: BMI/Grünewald

Bundesinnenminister Friedrich stellte sich im Zelt der Bundesregierung den Fragen der Besucher. Mit Blick auf die Erfolge seit der Überwindung der Teilung und die künftigen Herausforderungen sagte Friedrich: "Beim Aufbau Ost sind wir auf einem guten Weg. Bei der Infrastruktur haben wir viel erreicht, wie Großstädte wie Dresden und Leipzig zeigen. In den strukturschwachen Regionen stellt uns der demografische Wandel jedoch vor Herausforderungen, die uns in fünfzehn Jahren in ganz Deutschland betreffen werden."

Im Gespräch mit dem Moderator ließ Friedrich die Besucher an seinen persönlichen Erinnerungen teilhaben: "Für mich war die Teilung und die innerdeutsche Grenze schon als Kind und Jugendlicher Realität. Wenn wir durch das benachbarte Höllental gewandert sind, dann stand am Talende der Grenzzaun. Dahinter sah man Dörfer mit rauchenden Schornsteinen und fahrende Autos. Die Leute dort durften nicht einmal zu uns herüberwinken. Auch liegt bei uns das damals geteilte Mödlareuth. Der amerikanische Präsident Bush hat es deshalb auch "Little Berlin" genannt."

Um die Angelegenheiten der neuen Bundesländer kümmert sich innerhalb der Bundesregierung das Bundesinnenministerium. Friedrich zeigte sich erfreut über diese Aufgabe: "Es ist mir eine große Freude, dass ich heute für die neuen Länder zuständig bin und dabei durch meinen Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Bergner als Beauftragter der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer unterstützt werde. Die Vertretung der ostdeutschen Interessen durch den beauftragten Staatssekretär und mich als den zuständigen Ressortminister wertet diese Aufgabe sogar noch auf."

Das Bundesinnenministerium war im den über 1400 m² großen Zelt in der Bundesmeile auf der Hofgartenwiese mit einem Stand vertreten, an dem sich die Besucher über die Aufgaben des Ministeriums und die Arbeit des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Länder informieren konnten. Friedrich, der zuvor auch am ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kreuzkirche in Bonn sowie dem Festakt im Plenarsaal des alten Bundestags teilnahm, stattete am Nachmittag der so genannten "Blaulichtmeile" einen Besuch ab. Der Bundesinnenminister nutzte die Gelegenheit, sich mit Mitarbeitern des THW auszutauschen und sich über Einsatzgerätschaften zu informieren.

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