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Bundesinnenminister trifft Vertreter der Alevitischen Gemeinde Deutschlands

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat am 26. März Vertreter der Alevitischen Gemeinde Deutschlands (AABF)e.V. zu einem informellen Gespräch in Köln getroffen. Das Treffen fand im Vorfeld der für den 29. März vorgesehenen Plenarsitzung der Deutschen Islam Konferenz (DIK) statt. Mit dabei waren auch Mitglieder des Bundes der Alevitischen Jugend in Deutschland e.V. (BDAJ).

Das Treffen in den Kölner Räumlichkeiten des AABF diente dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch zu integrationspolitischen Fragestellungen. Die Verteter der Alevitischen Gemeinde sowie der Alevitischen Jugend nutzten die Gelegenheit, dem Bundesinnenminister die Arbeit ihrer Vereine vorzustellen. Friedrich zeigte sich interessiert an den Ausführungen. "Integrationsleistungen müssen anerkannt werden, und deshalb bin ich heute hier", so der Bundesinnenminister.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und der 2. Bundesvorsitzende der AABF, Herr Ali Ertan Toprak + Mit Herrn Toprak, 2. Bundesvorsitzende der AABF Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Bei den Aleviten handelt es sich um eine heterodoxe religiöse Gruppierung, die mehrheitlich in der Türkei zu Hause ist. In Deutschland leben ca. eine halbe Million Aleviten. Der Großteil der Aleviten versteht sich als Muslime. In der heutigen Türkei gelten die Aleviten nicht als eigenständige Religionsgemeinschaft, sondern als eine kulturelle Ausprägung des Islam. Die Alevitische Gemeinde Deutschland ist die größte von mehreren alevitischen Vereinigungen in Deutschland. Ihr Vorsitzender ist Turgut Öker. Insgesamt gehören ihr ca. 100 Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet an. Die AABF nimmt auch an der Deutschen Islam Konferenz teil.

Das Plenum der DIK tagt am 29. März bereits zum sechsten Mal. Im September 2006 wurde die Konferenz durch den damaligen Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble eingerichtet. Die DIK verfolgt das Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und die gelebte Akzeptanz unserer Rechts- und Werteordnung zu fördern, die Zugehörigkeit und Teilhabe zu stärken sowie Extremismus, gesellschaftlicher Polarisierung und Abschottungsphänomenen entgegenzuwirken.

Datum
26.03.2011
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