KIRCHEN UND RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN POLITIK UND GESELLSCHAFT Nachricht 11.01.2011 Sternsinger der St. Hedwigs-Kathedrale zu Besuch im BMI
+ Sternsinger
Quelle: BMI/Undine Schaaf
Von Hamburg bis München, von Köln bis Dresden: Überall in Deutschland ziehen rund um den 6. Januar etwa 500.000 Mädchen und Jungen als Sternsinger von Haus zu Haus. Sie bringen den traditionellen Segen und sammeln Spenden für Not leidende Kinder in aller Welt. Die Sternsinger der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale machten am 11. Januar auch Halt im Bundesinnenministerium. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Christoph Bergner, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses empfingen die Gruppe in den Räumlichkeiten des Ministeriums.
Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg, erschienen die Jungen und Mädchen im Eingangsbereich des Bundesinnenministeriums. Bevor die Gruppe ihr Programm aus Worten und Liedern vortrug, brachte eine Sternsingerin den traditionellen Segen über der Eingangstür an: "20*C+M+B+11". "Dieser Segen gilt allen Menschen, die in diesem Haus ein- und ausgehen"
, sagte sie. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Symbolisch tragen die Sternsinger ihn mit sich. Er ist Zeichen für Christus. C+M +B stehen für die lateinischen Worte "Christus Mansionem Benedicat", auf Deutsch: "Christus segne dieses Haus". Volkstümlich werden die drei Buchstaben als Kürzel für die überlieferten Namen der drei Weisen verstanden: Caspar, Melchior und Balthasar. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gott ist Mensch geworden, um uns Menschen ganz nahe zu sein - auch im Neuen Jahr 2011.
Die diesjährige Sternsinger-Aktion steht unter dem Motto "Kinder zeigen Stärke". Dieses Leitwort weist auf den Geist der Stärke hin, von dem der Prophet Jesaja spricht. Das Beispielland der 53. Aktion Dreikönigssingen ist Kambodscha. Im Mittelpunkt stehen Kinder mit Behinderung. Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre wurden in Kambodscha auch viele Kinder verletzt. Landminen, Umweltzerstörungen und eine schlechte Gesundheitsversorgung sind weitere Gründe für Behinderungen. Mit ihrem aktuellen Motto machen die Sternsinger deutlich, dass auch Kinder mit einer Behinderung in den so genannten Entwicklungsländern immer wieder Stärke zeigen. Die Sternsinger unterstützen weltweit über 250 Projekte für diese Kinder.
"Ich möchte mich im Namen des Bundesinnenministers und aller Mitarbeiter des Hauses dafür bedanken, dass Ihr mit Euren Segensliedern und Botschaften auch zu uns gekommen seid und öffentlich so ein wichtiges Anliegen transportiert"
, sagte Bergner. "Ich muss Euch ein dickes Kompliment machen: Ihr habt nicht nur schöne Stimmen, man merkt auch, dass Ihr musikalisch gut geschult seid"
. Für das neue Jahr hätten alle Menschen Segenswünsche nötig, auch das Personal des Bundesinnenministeriums. In ihrer Arbeit würden die Mitarbeiter des Ministeriums immer wieder an Grenzen stoßen, z.B. beim Katastrophenschutz.
Seit ihrem Start 1959 hat sich das sogenannte "Dreikönigssingen" zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Es wird vom Kindermissionswerk und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen. Über 690 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 56.300 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen der Pastoral, Bildung, Gesundheit, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.





