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De Maizière zu Gast im Luft- und Raumfahrtzentrum Neustrelitz

Auf Einladung des Ministers für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Henry Tesch, besuchte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am 2. September das Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz. Maritime Verkehrstechnik, Weltraumwetter und Ionosphäre, Eingang und Auswertung von Satellitensignalen - mit diesen und weiteren spannenden Themen aus der Luft- und Raumfahrt kann man nicht nur kleine Jungs begeisten, sondern insbesondere auch Minister. Neben de Maizière und Gastgeber Tesch war auch der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel, gern gekommen, um sich von Forschung in der Schwerelosigkeit, Robotik und Galileo in den Bann ziehen zu lassen.

An einer Funkantenne + An einer Funkantenne Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Das DLR forscht in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr und Energie und leistet einen großen Beitrag für Innovationen, die von der Wirtschaft stark nachgefragt werden. Der Bundesinnenminister zeigte sich beeindruckt von der fortschrittlichen Satellitentechnik, die in Echtzeit weltweite Daten in den Empfangsraum des DLR Neustrelitz überträgt und von dort aus Daten unmittelbar in die Welt exportiert. "Mit dieser Technik müssten Sie doch eigentlich mal Atlantis finden!", scherzte er.

De Maizière informierte sich insbesondere in seiner Funktion als Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer über die Wissenschaftseinrichtung, die eine große Bedeutung für die Region hat. Der Standort ist ein Beispiel dafür, dass historisch erworbene Kompetenzen auch heute noch Basis für wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Erfolg sein können: In Neustrelitz sind Datenübermittlung und Fernerkundung seit fast 100 Jahren Gegenstand der Forschung. Aber auch der Blick in die Zukunft ist erfreulich: Mit Neubauprojekten wird die technologische Leistungsfähigkeit weiter ausgebaut und ein geplanter DLR-Campus mit Weltraumlabor für Schüler und einem Fort- und Weiterbildungszentrum für Studenten soll einen wichtigen Beitrag für die Gewinnung des wissenschaftlichen Nachwuchses leisten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuten sich über den prominenten Besuch und hörten gebannt zu, als de Maizière in seinem Grußwort auf dem alljährlichen Sommerfest des DLR über das "Sorgenkind Fernerkundungszentrum Neustrelitz" - so hieß das DLR früher - sprach und viele lobende Worte dafür fand, was in den vergangenen Jahren daraus entstanden ist. Als früherer Staatssekretär im Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern und später als Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern konnte sich de Maizière sehr detailliert an Vieles erinnern und überraschte mit kleinen Anekdoten aus den 90er Jahren. Letztlich zog er eine positive Bilanz für das DLR: "Ich bin dankbar dafür und stolz auf das, was daraus geworden ist. Jetzt ist das DLR Neustrelitz der Anker für Technologie, Geodaten und in diesem Sinne die Zukunft Deutschlands. Dass das gelungen ist, ist Ihr Verdienst."

Datum
03.09.2010
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