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BMI-Preis für Toleranz und Fair Play im Sport an Wiebke Kethorn und Michael Teuber

Zum 10. Mal wurde am 16. Oktober der BMI-Preis für Toleranz und Fair Play im Sport feierlich verliehen. Geehrt wurden - im Rahmen des "Fests der Begegnung" der Stiftung Deutsche Sporthilfe in Hamburg - für vorbildlich faires Verhalten im Wettkampf die Handballerin Wiebke Kethorn und für langjähriges außergewöhnliches Engagement für den Sport und die Gesellschaft der Radsportler Michael Teuber.

"Es gibt immer wieder im Sportgeschehen Ereignisse, die für die Werte des Sports stehen. Um diese einmal neben den sportlichen Leistungen und Erfolgen sichtbar zu machen, ist vor zehn Jahren dieser Preis eingeführt worden", sagte Bergner. Als ein solches Ereignis lobte Bergner das Verhalten der Preisträgerin Wiebke Kethorn, deren sportlichen Aufstieg er als genauso beeindruckend bezeichnete wie ihr faires Verhalten. Die Handballerin hatte in einem entscheidenden Bundesligaspiel – obgleich viel auf dem Spiel stand – eine Fairplay-Geste par excellance gezeigt: Nachdem die gegnerische Torfrau am Kopf getroffen wurde und am Boden liegen blieb, verzichtete die 24jährige auf den sicheren Torerfolg und legte den Ball auf dem Boden ab. Der Staatssekretär stellte fest: "Die integrative Kraft des Sports kann nicht hoch genug eingeschätzt werden." Frau Kethorn erklärte ihre Entscheidung mit den Worten: "Ich möchte lieber ein faires Tor werfen. Und man wusste ja auch nicht, was mit der Torfrau passiert war. Ich wollte nicht werfen."

Der Parlamentarische Staatssekretär beim BMI, Dr. Bergner, überreicht den Preis an Michael Teuber + Dr. Bergner überreicht den Preis an Michael Teuber Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Rosi Mittermaier-Neureuther sprach die Laudatio für Michael Teuber, der nicht nur zu den erfolgreichsten Radsportlern im deutschen Behindertensport zählt, sondern dessen vorbildliches Engagement weit über den Sport hinaus geht. Im November vergangenen Jahres hat er unter dem Motto "Leistung. Fairplay. Miteinander." ein Benefizprojekt zugunsten der Deutschen Sporthilfe durchgeführt und den Projekterlös von fast 19.000 EUR für die nächste Sportlergeneration gespendet. Teuber, der als frisch gebackener deutscher Bahnradmeister 2009 den Festsaal betreten hatte, sagte: "Fair Play ist der zentrale Punkt. Ohne Fairness macht der Sport keinen Sinn, denn nur der faire Leistungsvergleich zählt." Mittermaier-Neureuther stellte fest: „Ich bin nicht alleine Botschafterin. Jeder der sich fair verhält, der tolerant ist, ist Botschafter.“ 

Staatssekretär Bergner zeichnete ferner die Rollstuhlfechterin Annabel Breuer und den gehörlosen Leichtathleten Daniel Helmis für ihre Spitzenleistungen bei Weltmeisterschaften aus, die dem Publikum ihren Trainingsalltag näherbrachten. 

Werner E. Klatten, Vorstandsvorsitzender der der Deutschen Sporthilfe, warb in seinen Grußworten für eine breite Unterstützung der Athleten durch die Wirtschaft aber auch durch die Menschen in unserem Land und erläuterte, wie authentisch die Athleten für Ihren Sport einstünden.

Blick in den Festsaal während einer Boxvorführung Blick in den Festsaal während einer Boxvorführung Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Datum
16.10.2009
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