ZUSTÄNDIGKEITEN Nachricht 03.11.2010 Ausbau der deutsch – schweizerischen Zusammenarbeit im Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz
+ Vortrag René Du Bois
Quelle: BMI
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) in Bern arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng und vertrauensvoll in Krisenmanagement- und Bevölkerungsschutzangelegenheiten zusammen. Auf Einladung des Schweizerischen Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) haben erstmals nun auch Vertreter aus der Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz des Bundesinnenministeriums (BMI) die 7. Bevölkerungsschutzkonferenz der Schweiz, am 28. Oktober 2010 in Luzern, mitgestaltet.
René Du Bois, Leiter des Referates KM 1 (Koordinierungszentrum Krisenmanagement) im BMI, erläuterte den über 100 hochrangigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik und aus Behörden des Bevölkerungsschutzes, der Feuerwehr, des Militärs und des Zivilschutzes, der Kantons- und Stadtpolizeien sowie der Justizverwaltungen u. a. das Nationale Krisenmanagement in Deutschland. Mit großem Interesse verfolgten die Kongressteilnehmer seine Ausführungen zum Aufbau und zur Fortentwicklung der politisch – strategischen Krisenmanagementstrukturen im föderalen Staatsaufbau. Du Bois erläuterte anschaulich, wie man sich den Herausforderungen im föderalen System stellt und die Chancen, die es bietet, nutzt. Dabei ging er insbesondere auf die Ressortzusammenarbeit auf Bundesebene, die Bund-Länder-Zusammenarbeit sowie die Kooperation aller im Rahmen einer Krisenbewältigung beteiligten Behörden in Bundesländer übergreifenden Krisen- und Katastrophenlagen in Deutschland ein. Danach präsentierte Uwe Becker, Referent an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ, Bad Neuenahr - Ahrweiler) Erfahrungen des Bundes aus den vergangenen Krisenmanagementübungen LÜKEX. Wolfgang Schneider, Leiter des Referates 41 „Krisenintervention / Krisenstab der Thüringer Landesregierung“ erläuterte im Anschluss das föderale Krisenmanagement aus der Sicht eines Bundeslandes. Dabei wurden auch die Erfahrungen des Landes Thüringen aus der Beteiligung an der Krisenmanagementübung LÜKEX 09/10 im Januar 2010 dargestellt.
Deutsche und schweizerische Kongressteilnehmer sind übereingekommen, die gute Zusammenarbeit auf den Gebieten des Krisenmanagements und des Bevölkerungsschutzes auch künftig durch einen intensiven Erfahrungsaustausch fortzuführen.
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