BBK THW Nachricht 22.09.2009 Neue Internetplattform mit Informationen zur Neuen Grippe
Screenshot der Website
Quelle: BMG
Berlin, 14. Oktober (AFP) - Kurz vor dem geplanten Start der bundesweiten Schutzimpfungen gegen Schweinegrippe verstärkt das Bundesgesundheitsministerium die Aufklärung der Bevölkerung. Von Mittwoch an stehe den Bürgern neben einer Telefonhotline eine neue Internetplattform zur Verfügung, teilte Staatssekretär Klaus Theo Schröder in Berlin mit. Das Portal www.neuegrippe.bund.de solle den Menschen "solide und faktenbasierte Informationen" über die Schweinegrippe und die Schutzimpfung vermitteln. Angestoßen durch Expertenkritik an der Auswahl des für die deutsche Bevölkerung bestellten Impfstoffs hatte sich in den vergangenen Tagen eine Diskussion um die Schutzaktion entwickelt.
Schröder wies die Kritik energisch zurück. Diese hatte sich unter anderem an der Frage möglicher Nebenwirkungen entzündet. So war am Montag etwa bekannt geworden, dass die Bundeswehr für ihre Soldaten einen Impfstoff bestellt hat, der als verträglicher gilt als der von den Bundesländern für die freiwillige Impfung der Bevölkerung vorgesehene. "Wir haben drei sorgfältig ausgewählte, wirksame Impfstoffe in Deutschland", betonte dagegen Schröder. Es gebe keinen, der besser geeignet sei als ein anderer.
Auch das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut des Bundes betonte am Mittwoch, die Impfstoffe seien sorgfältig geprüft und getestet worden. Bei Anwendung des für die Bevölkerung vorgesehenen Medikaments Pandemrix sei nur mit einem im Vergleich zu anderen Grippeschutzimpfungen eventuell "leicht erhöhten" Auftreten weitgehend harmloser Nebenwirkungen zu rechnen, erklärte das Institut. Dazu zählten etwa Hautrötungen an der Injektionsstelle und in seltenen Fällen auch leichtes Fieber. Dafür biete der Wirkstoff aber einen sehr guten Impfschutz und wirke voraussichtlich auch gegen Varianten des Schweinegrippevirus', die sich in den nächsten Monaten bildeten.
In Deutschland soll Ende Oktober mit einer großangelegten Impfaktion gegen die Schweinegrippe begonnen werden, für die die Bundesländer rund 50 Millionen Dosen bestellt haben. Alle Vorbereitungen seien abgeschlossen, sagte Schröder. In einem ersten Schritt sollen zunächst Gesundheitspersonal, Schwangere sowie chronisch Kranke geimpft werden, später können sich auch alle anderen Bürger freiwillig impfen lassen. Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland bislang rund 23 000 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt. Zwei Todesfälle werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht.
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