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MASSENERKRANKUNGEN Nachricht 06.05.2009 Auf In­fek­ti­ons­ge­fah­ren vor­be­rei­tet

Der Bevölkerungsschutz im Falle einer Pandemie - 2007 machte Deutschland die Übung für den Ernstfall

Im Falle einer Influenza-Pandemie hat die Sicherstellung der lebenswichtigen Grundbedürfnisse der Bevölkerung und die bundesweite Koordination knapper Ressourcen hohe Priorität. Dies erfordert das enge, problemfreie Zusammenwirken der zuständigen Bundes- und Landesressorts mit deren nachgeordneten Behörden ebenso wie mit den Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes (Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk), der polizeilichen Gefahrenabwehr (Polizeien des Bundes und der Länder) sowie den Unternehmen aus der Wirtschaft und privaten Organisationen. Erst am 9. April 2009 ist das neue Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, die Kooperation von Bund und Ländern im Katastrophenschutz zu optimieren. Die gesamtstaatliche Verantwortung bei länderübergreifenden Großschadenslagen wurde erstmals auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Hotline geschaltet. Unter der Telefonnummer:
0800 - 44 00 55 0
stehen von Mo bis Do (8-18 Uhr) / Fr (8-12 Uhr) / Wochenende, Feiertage (10-16 Uhr) Informationen zur Verfügung.

Das System des Bevölkerungsschutzes in Deutschland muss immer darauf vorbereitet sein, dass eine Krise eintritt. Das schnelle und koordinierte Handeln aller beteiligten Institutionen trägt entscheidend zum Schutz der Bevölkerung bei. Zuletzt im Jahr 2007 wurde im Rahmen einer Übung - LÜKEX (Länderübergreifendes Krisenmanagement Exercise) - im Schwerpunkt die Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Gesundheitswesens, der polizeilichen und nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr, der zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) sowie der Einbindung privater Unternehmen und Organisationen zum effektiven Schutz der Bevölkerung im Fall einer Krisensituation simuliert. Grundlegende Übungsannahme war eine Influenza-Pandemie.

Auch die Bundespolizei ist auf etwaige Infektionsgefahren, wie die "Schweinegrippe", vorbereitet. Jede Flughafeninspektion der Bundespolizei hat in Abstimmung mit den zuständigen Landesgesundheitsbehörden standardmäßig konzeptionelle Vorsorge gegen Infektionsgefahren getroffen. Im Falle des Auftretens von Infektionsgefahren kann die Bundespolizei im grenzüberschreitenden Reiseverkehr  bei einem Verdachtsfall, die nach dem Infektionsschutzgesetz zuständigen (Landes-)Gesundheitsbehörden zur Klärung hinzuziehen und in Abhängigkeit dazu ihre weiteren Entscheidungen zur Einreise treffen. Die Flugzeugcrews melden etwaige Verdachtsfälle (Krankheitssymptome an Bord) an die Bundespolizei, die die zuständigen Gesundheitsbehörden einbindet.

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