Bevölkerungsschutz Nachricht 20.01.2010 Erdbeben auf Haiti
Versorgung Bevölkerung mit Trinkwasser
Quelle: THW
Eine Frachtmaschine mit 75 Tonnen Hilfsgütern deutscher Organisationen ist am 25. Januar von Frankfurt aus nach Santo Domingo in der Dominikanischen Republik gestartet. Zu den Hilfsgütern gehören unter anderem zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Laborausstattung des THW sowie Generatoren, Medikamente, Lebensmittel, Werkzeuge, Ausstattung für Notunterkünfte und Fahrzeuge von insgesamt 13 deutschen Hilfsorganisationen. Am 20. Januar hatte das erste Wasser des THW die Bevölkerung auf Haiti erreicht. Seit 19.01.10 laufen zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in der Nähe des Flughafens von Port-au-Prince mit voller Leistung. Insgesamt können damit mindestens 30.000 Menschen am Tag mit lebenswichtigem Trinkwasser versorgen. Das THW produziert damit 50% des von den VN verteilten Wassers in Port-au-Prince.
Im sogenannten SEEWA-Camp (Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland) wird das Wasser aufbereitet und auf Tanklastwagen verladen. Ein weiteres THW-Team unterstützt die deutsche Botschaft bei der Koordinierung der deutschen Hilfe. Ein Treffen der deutschen Hilfsorganisationen vor Ort im SEEWA-Camp fand bereits statt. Somit wird der Informationsaustausch aller deutschen Organisationen gewährleistet und das deutsche Hilfsangebot gebündelt.
Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum (GMLZ) des BBK ist seit dem 12.01.2010 aufgrund des verheerenden Erdbebens in HAITI im Einsatz. Es versorgt die Hilfsorganisationen sowie die Bundesländer, Bundesministerien und sonstige Bundesbehörden täglich mit aktuellen Informationen zur Lage in Haiti. Außerdem vermittelt das GMLZ verfügbare Hilfsgüter für die Opfer der Erdbebenkatastrophe.
In Abstimmung mit dem Bundesministerium des Inneren bearbeitet das GMLZ darüber hinaus Hilfeersuchen, die über die EU an Deutschland herangetragen werden.
Die Koordinierungsstelle NOAH (Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe) des BBK ist in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt im Einsatz und bietet den Angehörigen der Vermissten sowie den deutschen Betroffenen vor Ort ihre Unterstützung an.
Die mobile Krankenstation / Basisgesundheitsstation des Deutschen Roten Kreuzes hat am 17.01.10 die Arbeit aufgenommen. Die Gesundheitsstation wird begleitet von einem Team aus Ärzten, Krankenschwestern und Technikern. Der Regionalarzt des Auswärtigen Amts befindet sich bereits in Haiti.
Nun bereitet das DRK auch die Entsendung eines Feldkrankenhauses vor. Die Kapazität des Hospitals entspricht dem eines deutschen Krankenhauses für eine Bevölkerung von 250.000 Menschen. Etwa 100 deutsche und internationale Ärzte, Schwestern, Krankenhaus-Manager und Techniker werden in dem Hospital Hilfe leisten.
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