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BBK THW Nachricht 23.06.2009 Vor­stel­lung der Jah­res­be­rich­te 2008 des THW und des BBK

Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble: "BBK und THW haben im Jahr 2008 erfolgreiche Arbeit geleistet. Deutschland ist im Bevölkerungsschutz gut aufgestellt. Dies ist vor allem den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu verdanken. Sie sind das Rückgrat unseres nationalen Notfallvorsorgesystems."

Für das BBK war das Jahr 2008 ein erfolgreiches Jahr. Einen wesentlichen Beitrag erbrachte die Behörde in der ergänzenden Ausstattung für den Katastrophenschutz der Länder, insbesondere mit Einsatzfahrzeugen für den ABC-Schutz und für den Massenanfall von Verletzten. Im Haushaltsjahr 2008 standen dafür erstmalig ca. 57 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Auslieferung des letzten von insgesamt 16 Zivilschutzhubschraubern vom Typ Eurocopter 135 T2i konnte das BBK außerdem die Modernisierung der Hubschrauberflotte des Bundes für den Einsatz im Rettungsdienst der Länder abschließen.

Im Rahmen seiner konzeptionellen und beratenden Tätigkeit gab das BBK im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Ratgeber, Handbücher und Merkblätter heraus, die sich an Unternehmen, Hilfsorganisationen oder Krankenhäuser aber auch unmittelbar an die Bürgerinnen und Bürger richten. Speziell für Unternehmen, die im Bereich Kritische Infrastrukturen tätig sind, wurde 2008 der umfassende Leitfaden "Risiko- und Krisenmanagement" vorgelegt. In diesem Zusammenhang wird auch auf die "Nationale Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen" hingewiesen, die das Bundeskabinett am 17. Juni 2009 beschlossen hat.

Dazu sagte Bundesinnenminister Dr. Schäuble: "Die Mehrzahl der Kritischen Infrastrukturen befindet sich in privater Hand. Im Mittelpunkt der Nationalen Strategie steht daher die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller relevanten Akteure aus Staat und Wirtschaft, und zwar auf allen Ebenen."

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung des Krisenmanagements wurde die länderübergreifende Übungsserie LÜKEX fortentwickelt. Mit LÜKEX wird das Zusammenwirken der Krisenstäbe von Bund und Ländern auf administrativ-politischer Ebene trainiert. Beim Auftreten der Neuen Grippe (so genannte Schweinegrippe) in diesem Jahr konnten die beteiligten Stellen davon profitieren, dass der LÜKEX 2007 ein Pandemieszenario zugrunde lag und so auch deshalb das aktuelle Krisenmanagement innerhalb der Bundesregierung sowie zwischen Bund und Ländern so erfolgreich ist.

Für das THW war das Jahr 2008 überwiegend durch Einsätze nach schweren Unwettern und Naturkatastrophen geprägt. Anfang März waren bundesweit 2.500 Einsatzkräfte aus 150 Ortsverbänden mit der Beseitigung von Auswirkungen des Orkans "Emma" beschäftigt. Darüber hinaus leistete das THW bei regional begrenzten Unwettern in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen wertvolle und willkommene Hilfe.

Auch der Großeinsatz nach dem Einsturz des historischen Stadtarchivs in Köln am 3. März 2009 forderte die Kernkompetenzen "helfen, retten, bergen" der Organisation. Zur Unterstützung bei der Bergung von Kulturgut waren dabei insgesamt 2.500 THW-Kräfte im Einsatz.

International halfen THW-Einsatzkräfte nach Naturkatastrophen in Myanmar (Wirbelsturm Nargis) und China (Erdbeben in der Provinz Sichuan), indem sie die Not leidende Bevölkerung über Wochen mit sauberem Wasser aus ihren Trinkwasseraufbereitungsanlagen versorgten.

Als Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz wird das in 668 Ortsverbänden organisierte THW von ca. 80.000 ehrenamtlichen Kräften getragen. Im vergangenen Jahr stellten sie in 390.000 Einsatzstunden und zahlreichen Übungen ihre Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit unter Beweis. Mit ihrem speziellen Know How und mit moderner Technik ist die Organisation bei Not- und Unglücksfällen in Deutschland und rund um den Erdball tätig.

Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble: "Die Leistungsfähigkeit unseres föderal aufgebauten Bevölkerungsschutzes ist auch international anerkannt. Dies zeigen die aktuellen Nachfragen aus vielen Teilen der Welt, die von uns lernen und die deutschen Strukturen übernehmen wollen."

Im Rahmen des deutschen Beitrags zur Reform des zivilen Sicherheitssektors in Afghanistan bereitet das Bundesinnenministerium derzeit den Aufbau einer Katastrophenschutzschule in Mazar-e-Sharif vor.

Mehr Informationen zum Thema Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finden Sie im Internetangebot des Technischen Hilfswerks und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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