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Nachricht 18.10.2011 Wiedereintritt des ROSAT-Satelliten

Der Röntgensatellit ROSAT, unter deutscher Führung entwickelt und gebaut und in Kooperation mit den USA 1990 gestartet, lieferte bis zu seiner Abschaltung Anfang 1999 herausragende wissenschaftliche Daten. Nach einer vollständigen Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich wurde er über mehrere Jahre als Observatorium zur detaillierten Beobachtung einzelner Röntgenquellen eingesetzt. Dabei entdeckte er eine Vielzahl weiterer Quellen und trug erheblich zum wissenschaftlichen Verständnis der energiereichen Prozesse im Universum bei.

Bei seiner Abschaltung umkreiste ROSAT die Erde in über 500 km Höhe. In diesem Bereich sind noch schwache Spuren der Erdatmosphäre vorhanden, die den Satelliten langsam abbremsen. Letztlich wird ROSAT – wie jeder andere Satellit in dieser Bahnhöhe auch – in die Atmosphäre eintreten und zum Teil verglühen. Es muss davon ausgegangen werden, dass einige größere Trümmerteile des Satelliten die Erdoberfläche erreichen werden.
Der Wiedereintritt wird nach aktuellen Analysen im Zeitraum 22. / 23. Oktober 2011 erwartet. Die Berechnungen sind aber mit einer Unsicherheit behaftet. Ursache hierfür ist die nur begrenzt vorhersagbare Aktivität der Sonne, von der es abhängt, bis in welche Höhen sich die Erdatmosphäre ausdehnt. Je aktiver die Sonne, desto stärker die Ausdehnung der Atmosphäre und um so stärker die Abbremsung von Satelliten im niedrigen Erdorbit.

Weil die Bahn des Satelliten zwischen dem 53. nördlichen und südlichen Breitengrad verläuft, kann auch Deutschland von dem Wiedereintritt betroffen sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Rosat beim Wiedereintritt deutsches Territorium trifft, ist allerdings äußerst gering.

Nähere Informationen zur Mission des ROSAT-Satelliten, zum Wiedereintritt sowie ein umfangreicher Fragen/Antwortkatalog nebst zahlreicher Webcast finden Sie auf der Homepage des DLR.

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