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EHRENAMT GOODPRACTICES Nachricht 05.12.2011 Hel­fen­de Hand 2011

Bundesinnenminister Dr. Friedrich verlieh am 2. Dezember in Berlin den Förderpreis "Helfende Hand 2011". Insgesamt 15 Projekte waren in den Kategorien "Innovative Konzepte", "Jugend- und Nachwuchsarbeit" und "Vorbildliches Arbeitgeberverhalten" nominiert.

Die gespannte Erwartung im Saal war für alle spürbar, als Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich am 2. Dezember in Berlin den Förderpreis "Helfende Hand 2011" verlieh. Mit diesem jährlich in zeitlicher Nähe zum Internationalen Tag des Ehrenamtes (jährlich am 5.12.) vergebenen Förderpreis werden Ideen und Konzepte ausgezeichnet, die das Interesse der Menschen für ein ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz wecken. Insgesamt 15 Projekte waren in den Kategorien "Innovative Konzepte", "Jugend- und Nachwuchsarbeit" und "Vorbildliches Arbeitgeberverhalten" nominiert. Den von einer fachkundigen Jury ausgewählten Platzierten winkten neben dem Symbolpreis, der goldfarben glänzenden "Helfenden Hand", Geldpreise in Höhe von insgesamt 27.000 Euro.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich während seiner Festrede + Festrede Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Friedrich bedankte sich bei allen anwesenden Ehrenamtlern und lobte deren großes Engagement: "Sie setzen sich nicht nur für Ihre Mitmenschen ein, sondern stellen auch Ihre Zeit, Ihre Arbeitskraft und Ihre Energie zur Verfügung. Sie schützen die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes und schaffen gleichzeitig auch einen Zusammenhalt. Denn wer im Team arbeitet, wer sich gemeinsam mit anderen für die Gesellschaft engagiert, setzt auch das Signal: Wir gehören zusammen, wir sind aufeinander angewiesen. Und diese Botschaft ist auch gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig."

In der Kategorie "Innovative Konzepte" ging der erste Preis an ein Projekt des Deutschen Roten Kreuzes in Raunheim-Kelsterbach (Hessen). Dieses bietet Erste-Hilfe-Schulungen speziell für Menschen über 60 Jahre an. Den zweiten Preis erhielten die Johanniter aus Dortmund für ein Gesellschaftsspiel, bei dem Helfer ihr Wissen testen können. Der dritte Preis wurde dem Technischen Hilfswerk (THW) aus Kulmbach, das eine professionelle Kinderbetreuung auf seinem Gelände anbietet, verliehen.

In der Kategorie "Jugend- und Nachwuchsarbeit" wurde die Kreisjugendfeuerwehr in Darmstadt-Dieburg mit dem ersten Preis bedacht, die Johanniter aus Wittmund bekamen den zweiten Preis und der THW-Ortsverband Siegen wurde als Drittplatzierter ausgezeichnet.

Als vorbildlicher Arbeitgeber konnte sich die B&E Haustechnik GbR aus Pinnow über den ersten Platz freuen, gefolgt vom Zweitplatzierten, der E.ON AG, und von der Raiffeisenbank in Steinheim, die den dritten Platz errang.

Erstmalig wurde in diesem Jahr auch ein Publikumspreis vergeben. An der Abstimmung dazu beteiligten sich noch bis kurz vor der Verleihung des Preises auf der Internetseite www.helfende-hand-foerderpreis.de 11.344 Nutzer. Diese große Beteiligung freute den Bundesinnenminister sehr - sie zeige doch, dass die Menschen das Engagement der Ehrenamtler sehen, schätzen und unterstützen würden. Mit 2.490 Stimmen für die "Rettungsengel" der Johanniter-Unfall-Hilfe stand am Ende der Abstimmung der Gewinner des Publikumspreises fest. Die "Rettungsengel" nutzen die großen Pausen in den Grundschulen, um den Schülerinnen und Schülern das richtige Verhalten in verschiedenen Unfallszenarien durch Rollenspiele näherzubringen. Dabei werden die Lernenden aktiv einbezogen. "Es machen alle mit! Da wir gar nicht immer alle gleich einbeziehen können, versprechen wir dann, dass diejenigen, die nicht dran waren, beim nächsten mal an der Reihe sind", erklärte ein jugendlicher "Rettungsengel" mit leuchtenden Augen. Augen machte auch das Publikum angesichts der Break Dance Vorführung der "Rettungsengel" auf der Bühne - ein eingespieltes Team nicht nur im Ehrenamt, sondern auch beim Tanzen.

Rund 1,8 Millionen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich in Deutschland freiwillig im Bevölkerungsschutz, davon rund 1,1 Millionen freiwillige Feuerwehrleute, rund 600.000 Freiwillige bei den großen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst, rund 80.000 Freiwillige beim Technischen Hilfswerk und rund 20.000 in den Regieeinheiten von Kreisen und Städten. Sie alle bilden das Rückgrat des deutschen Bevölkerungsschutzes.

Im Bevölkerungsschutz in Deutschland engagieren sich derzeit über 1,8 Millionen freiwillige Helferinnen und Helfer. Erklärtes Ziel des Bundesinnenministers ist es, diese ehrenamtliche Arbeit zu fördern und für die Zukunft zu sichern. Diesem Ziel dient auch der Förderpreis "Helfende Hand", der besonders hervorragende Projekte sichtbar macht und belohnt und dieses Jahr zum dritten Mal vom Bundesinnenminister verliehen wurde.

Familienfoto mit den Preisträgern

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