INTERVIEW Interview 02.03.2011 "Kinder müssen internetfähig gemacht werden"
- Datum
- 02.03.2011
+ Dieter Kempf
Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel
Herr Prof. Kempf, unter dem Dach des Vereins "Deutschland sicher im Netz" haben Sie zusammen mit dem Bundesinnenminister am ersten CeBIT-Tag die Kinderwebsite www.internauten.de freigeschaltet. Was verbirgt sich hinter dieser Internetseite?
Das Portal Internauten klärt Kinder im Grundschulalter - also zwischen 8 und 11 Jahren - über Risiken beim Surfen im Internet auf. Ziel ist es, Kinder "internetfähig" zu machen. Wir wollen schon bei den Kleinen anfangen. Medienkompetenz muss man früh lernen. Dazu möchten wir mit dieser Homepage einen Beitrag leisten. Nicht jeder Freund ist im Internet wirklich ein Freund, nicht jede Belohnung ist im WorldWideWeb tatsächlich eine Belohnung. Es geht darum, Kindern diese Gefahrenszenarien bewußt zu machen.
Was können Kinder auf der Website erfahren?
Wir haben die Website komplett überarbeitet. Sie erscheint jetzt in einem neuen Design mit vielen zusätzlichen Angeboten. Die Kinder können hier spielerisch erfahren wie man sich z.B. in sozialen Netzwerken verhalten sollte, wie ein sicheres Passwort auszusehen hat oder was beim Herunterladen von Musikdateien zu beachten ist. Aber auch Themen wie Spam, unerlaubte Werbung, sicheres Chatten, Klingeltöne oder Abofallen werden behandelt. Das geschieht anschaulich mit Hilfe von Comic-Episoden und Spielen. Jedes Kind kann Internaut werden - dazu muss man sich im Portal anmelden. Die Kinder erhalten dann einen Internauten-Ausweis. Das Schöne an den Internauten ist, dass es keine reine Informationsseite ist, sondern es eben diese interaktiven Angebote gibt. Zusätzlich gibt es das Internauten-Magazin KLIX. Damit nicht genug: Eltern erhalten ergänzende Informationen, für Schulen stehen im Internauten-Medienkoffer Unterrichtsmaterialien bereit.
Wer steckt dahinter?
Die Website ist eine Initiative der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, der Firma Microsoft und des Deutschen Kinderhilfswerks. Unter dem Dach des Vereins "Deutschland sicher im Netz" haben wir das Projekt vorangetrieben.
(Die Fragen stellte Agnes Breitkopf)
