Regelaltersgrenzen

Mit dem Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) wird die Regelaltersgrenze für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, also auch für die Tarifbeschäftigten, schrittweise für die Geburtenjahrgänge ab 1947 angehoben. Für nach 1963 Geborene beträgt die Regelaltersgrenze 67 Jahre.

Die Regelaltersgrenze für Beamtinnen und Beamte des Bundes wird ab dem Jahr 2012 beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Die Anhebung wird erst 2029 abgeschlossen sein.

Damit werden die Maßnahmen zur Anhebung der Regelaltersgrenze im Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) wirkungsgleich in das Beamtenrecht des Bundes übertragen. Nach diesem Gesetz wird die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben.

Die Anpassungsschritte ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

GeburtsjahrAnhebung um MonateAltersgrenze
JahrMonat
19471651
19482652
19493653
19504654
19515655
19526656
19537657
19548658
19559659
1956106510
1957116511
195812660
195914662
196016664
196118666
196220668
1963226610
196424670

Besonders langjährig versicherte Tarifbeschäftigte (45 Berufsjahre) können bereits mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Dieser Renteneintritt steigt ebenfalls stufenweise an und beträgt für die Geburtenjahrgänge ab 1964 dann 65 Jahre. Diese Altersrente kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden.

Weitere besondere Regelungen gelten für langjährig versicherte Tarifbeschäftige (35 Berufsjahre) und schwerbehinderte Menschen. Diese Renten können auch vorzeitig mit Abschlägen in Anspruch genommen werden. Informationen und Auskünfte zur jeweiligen passenden Rentenart erteilt die Deutsche Rentenversicherung Bund.

Beamtinnen und Beamte des Bundes können mit 45 Dienstjahren weiterhin mit dem 65. Lebensjahr ohne Versorgungsabschläge in den Ruhestand treten.

Ab Vollendung des 63. Lebensjahres können Beamtinnen und Beamte des Bundes wie bisher auf Antrag in den Ruhestand versetzt werden (Antragsaltersgrenze). Das ist jedoch mit Versorgungsabschlägen in Höhe von 3,6 % pro Jahr des vorzeitigen Ausscheidens verbunden (maximal 14,4 %).

Die Altersgrenze für einen abschlagsfreien Ruhestand von schwerbehinderten Beamtinnen und Beamten des Bundes auf Antrag wird schrittweise von 63 auf 65 Jahre angehoben. Die bisherige Antragsaltersgrenze für schwerbehinderte Beamtinnen und Beamte wird von 60 auf 62 Jahre angehoben (mit Abschlägen bis max. 10,8 %).

Die Anpassungsschritte sehen wie folgt aus:

Geburtsjahr
Geburtsmonat
Anhebung
um Monate
Altersgrenze
für
Ruhestand mit
Abschlägen
Altersgrenze
für
abschlagsfreien
Ruhestand
JahrMonatJahrMonat
1952
Januar1601631
Februar2602632
März3603633
April4604634
Mai5605635
Juni-
Dezember
6606636
19537607637
19548608638
19559609639
19561060106310
19571160116311
195812610640
195914612642
196016614644
196118616646
196220618648
19632261106410
196424620650

Die besonderen Altersgrenzen der Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten des Bundes und der Feuerwehr der Bundeswehr werden ebenfalls um zwei Jahre von 60 auf 62 Jahre angehoben.

Die Anpassungsschritte ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

Geburtsjahr
Geburtsmonat
Anhebung um MonateAltersgrenze
JahrMonat
1952
Januar1601
Februar2602
März3603
April4604
Mai5605
Juni-Dezember6606
19537607
19548608
19559609
1956106010
1957116011
195812610
195914612
196016614
196118616
196220618
1963226110
196424620

Die Länder legen die Altersgrenzen für ihre Beamtinnen und Beamten in eigener Verantwortung in den jeweiligen Landesbeamtengesetzen fest.