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Was versteht man unter dem Geburtsortsprinzip?

§ 4 Absatz 3 StAG

Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht kennt seit dem 1. Januar 2000 neben dem Abstammungsprinzip auch den Erwerb nach dem Geburtsortsprinzip (lateinisch ius soli). Danach erwerben Kinder, deren beide Elternteile nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, unter bestimmten Voraussetzungen mit der Geburt in Deutschland automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit. Voraussetzung ist, dass ein Elternteil seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat und freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger, gleichgestellter Staatsangehöriger eines EWR-Staates oder freizügigkeitsberechtigter Schweizer ist oder eine Aufenthaltserlaubnis-EU oder eine Niederlassungserlaubnis nach dem Aufenthaltsgesetz besitzt.

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