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Sport Dopingbekämpfung Artikel Do­ping­be­kämp­fung auf in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne

Die Welt-Anti-Doping-Agentur garantiert faire internationale Wettkämpfe durch international einheitliche Regeln.

Die WADA

Gründung und finanzieller Beitrag der Bundesregierung

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mit Hauptsitz in Montreal organisiert seit ihrer Gründung 1999 als internationale Einrichtung weltweit die Maßnahmen gegen Doping im Leistungssport. Deutschland unterstützt die WADA und damit die internationale Bekämpfung des Dopings finanziell mit ca. 586.000 EUR im Jahr.

Aufgaben

Die WADA hat die Aufgabe weltweit Regularien zur Dopingbekämpfung zu erstellen, die Beachtung der Regularien zu überprüfen und Dopingfälle aufzudecken. Deshalb kontrolliert sie neben den Nationalen Anti-Doping Agenturen die Sportler während der Trainingsphasen und während der Wettkämpfe anhand verschiedener Untersuchungsmethoden, z. B. Urintests und Bluttests. Die erhobenen Proben werden dann auf verbotene Substanzen oder Methoden (z. B. Blutdoping) untersucht.

Was bisher erreicht wurde

Europa hat im Dopingkampf bereits sehr früh die Vorreiterrolle übernommen. Seit den ersten internationalen Bemühungen im Kampf gegen Doping 1989 ist bis heute vieles geschehen.

Das Übereinkommen gegen Doping

Bereits 1989 wurde ein Übereinkommen des Europarates gegen Doping erstellt, das die wesentlichen Eckpfeiler für die Bekämpfung des Dopings festlegt..

Um das darin Vereinbarte auch für alle Beteiligten einheitlich praktisch umsetzbar zu machen, wurde am 12. September 2002 ein Zusatzprotokoll verabschiedet. Ziel des Zusatzprotokolls, das für Deutschland 2008 in Kraft trat, ist es, die Wirksamkeit der Dopingkontrollen zu erhöhen. Das Zusatzprotokoll regelt die Anerkennung der Zuständigkeit der WADA und anderer Dopingkontrollorganisationen für die Durchführung von Kontrollen auch außerhalb von Wettkämpfen. Außerdem beinhaltet es ein verbindliches Verfahren, nach dem überprüft wird, ob die Vertragsstaaten das Übereinkommen gegen Doping vereinbarungsgemäß anwenden. Auf diese Weise wird ein hoher Standard für die internationale Dopingbekämpfung erreicht und die internationale Koordinierung zwischen den Vertragsstaaten und der WADA erleichtert. Die Überprüfung der Vertragstreue geschieht im Rahmen der Monitoring Group des Europarates, dessen Vorsitz seit 2012 Deutschland inne hat.

Der Welt-Anti-Doping-Code

Auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz der WADA in Kopenhagen 2003 wurde der Welt-Anti-Doping-Code von der Sportseite angenommen, der den entscheidenden Schritt für die weltweite Koordinierung der Anti-Doping Maßnahmen einleitete. Die Bundesregierung hat die Bedeutung des Codes für die Sportverbände mit Unterzeichnung der Kopenhagener Deklaration anerkannt.

Zur Welt-Anti-Doping-Konferenz in Madrid 2007 ist der Code überarbeitet worden. Der neue Welt-Anti-Doping-Code trat zum 1. Januar 2009 in Kraft. Die Akzeptanz des Codes stellt für alle olympischen Verbände eine Teilnahmevoraussetzung für die Olympischen Spiele dar. Der Code wird derzeit überarbeitet und soll im November 2013 auf der vierten Welt-Anti-Doping-Konferenz im Johannesburg angenommen werden. Er tritt zum 1.1.2015 in Kraft.

Das Internationale Übereinkommen gegen Doping im Sport

Die sportlichen Anti-Doping Regelungen wurden auch von staatlicher Seite übernommen. Die 33. UNESCO-Generalkonferenz hat 2005 einstimmig den Entwurf des Internationalen Übereinkommens gegen Doping im Sport angenommen. Nachdem das Übereinkommen von mehr als 30 Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde, trat es Anfang 2007 in Kraft. Damit ist es erstmals gelungen, ein weltweit verbindliches einheitliches Regelwerk für die Dopingbekämpfung durch die Regierungen zu schaffen; für Sportorganisationen galt bereits der Welt-Anti-Doping-Code (WADC). 171 Mitgliedsstaaten haben das Übereinkommen bisher ratifiziert.

Ziel des Internationalen Übereinkommens ist es, die Verhütung und Bekämpfung des Dopings im Sport zu fördern. Grundlagen bilden die Anti-Doping-Konvention des Europarats, die Erklärung der Welt-Anti-Doping Konferenz aus dem Jahr 2003 in Kopenhagen und der Anti-Doping Code der WADA.

Zusatzinformationen

World Anti-Doping Agency (WADA)

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