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Sicherheit Kriminalitätsbekämpfung Artikel Ju­gend­kri­mi­na­li­tät

Jugendkriminalität geht zwar zurück, bleibt aber ein Schwerpunkt der Kriminalitätsbekämpfung.

Jugendkriminalität umfasst Straftaten von Jugendlichen (14 bis 17 Jahre) und von Heranwachsenden (18 bis unter 21 Jahre).

Ein Anstieg der Jugendkriminalität ist in den letzten Jahren nicht feststellbar. Sie ist ausweislich der Polizeilichen Kriminalstatistik insgesamt rückläufig. Bei den jugendlichen Tatverdächtigen sind in den letzten Jahren sogar die stärksten Abnahmen zu verzeichnen.

Der Rückgang setzt jedoch auf einem sehr hohen Niveau an. Insbesondere wegen der oft erschreckenden Rohheit der Taten und der verheerenden Folgen für die Opfer bleibt die Bekämpfung der Jugendgewalt ein wichtiges Anliegen der Innenpolitik.

Einführung des Warnschussarrests

Zum 7. März 2013 wurde der sog. "Warnschussarrest" in das Jugendgerichtsgesetz aufgenommen. Dieser erweitert das Instrumentarium pädagogischer Reaktionsmöglichkeiten. Gerichte können nun in bestimmten Fällen neben einer zur Bewährung ausgesetzten Jugendstrafe einen Jugendarrest verhängen.

Mit dem Warnschussarrest sollen Jugendliche die Erfahrung eines Freiheitsverlustes machen, ohne tatsächlich schon eine Freiheitsstrafe verbüßen zu müssen. Dies dient letztlich dazu, die Täter zur Einsicht zu bringen.

Gleichzeitig wurde für Heranwachsende das Höchstmaß für Freiheitsstrafen erhöht. Wenn es sich bei der Straftat um Mord handelt und das Höchstmaß von zehn Jahren wegen der besonderen Schwere der Schuld nicht ausreicht, kann nunmehr eine Strafe bis zu 15 Jahren verhängt werden.

Kriminalitäts- und Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen

Bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität setzt die Bundesregierung vor allem auf Prävention. Bund, Länder und Kommunen initiieren zahlreiche Projekte und erproben innovative Ansätze. Ein Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendhilfe sowie Polizei und Justiz.

Kinder und Jugendliche werden auch als mögliche Opfer von Straftaten in den Blick genommen. Über Risiken und Gefahren bei der Mediennutzung informiert etwa das Bund-Länder-Programm "Polizeiliche Kriminalprävention" (ProPK). Themenschwerpunkte sind das sichere Chatten von Kindern im Netz, Cybermobbing und Gewaltprävention an Schulen.

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