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Deutsche Polizistinnen und Polizisten sind weltweit zur Stabilisierung von Krisenstaaten im Einsatz

Seit fast 30 Jahren leisten deutsche Polizistinnen und Polizisten in mandatierten Friedensmissionen und bilateralen Polizeiprojekten vor allem als Trainer, Mentoren und Beobachter einen Beitrag zur Stabilisierung von Krisenstaaten. Ihr Einsatz wird gesteuert vom Bundesministerium des Innern und der Bund-Länder Arbeitsgruppe „Internationale Polizeimissionen“ (AG IPM) der Ständigen Konferenz der Innenminister und Senatoren der Länder.

Aufgaben und Ziele

Aktuell sind mehr als 200 Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei, der Polizeien der Länder, des Bundeskriminalamtes und der Bundeszollverwaltung in Missionen der EU, der Vereinten Nationen (UN), der OSZE,dem bilateralen Polizeiprojekt in Afghanistan und für FRONTEX an den Europäischen Außengrenzen im Einsatz.

Ihre Entsendung trägt dort zur Reduzierung von Fluchtursachen bei, wo diese entstehen: In den Herkunfts- und Transitstaaten illegaler Migration. Zu den Aufgaben der deutschen Polizistinnen und Polizisten gehört zum Beispiel die Beratung von Führungskräften in Sicherheitsministerien und obersten Polizeibehörden in der Subsahararegion und die Ausbildung von Trainern, Kriminalisten und Grenzschützern an den Polizeiakademien in Bamako und Kabul.

Internationale Polizeimissionen tragen so nachhaltig und wirkungsvoll zur Bekämpfung der Schleusungskriminalität und zur Eindämmung illegaler Migration bei. Auf diese Weise sind die Ziele der deutschen Polizeibeteiligung an Missionen sehr eng mit der Gewährleistung der Inneren Sicherheit in Deutschland und Europa verknüpft.

Einsatzgebiete

Polizisten sitzen mit Afrikanern zusammenBild vergrößern

Aufgrund der Migrationslage und der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus sind die Polizeien des Bundes und der Länder im Inland und an den europäischen Außengrenzen zurzeit außerordentlich stark gebunden. Auch deshalb setzen die Bundesregierung und die AG IPM in Missionen gezielt polizeifachliche und geografische Schwerpunkte.

Deutsche Polizistinnen und Polizisten kommen derzeit in erster Linie in den Friedensmissionen der UN und der EU

zum Einsatz.

Künftig könnte diese Schwerpunktsetzung zusätzlich auf Libyen beziehungsweise Nordafrika erweitert werden, sobald die Sicherheitslage und die politischen Rahmenbedingungen dort ihren Einsatz ermöglichen.

Hierbei kommt es weniger darauf an, möglichst viele Polizistinnen und Polizisten zu entsenden, sondern darauf, an der richtigen Stelle die dort benötigte Expertise zur Verfügung zu stellen. So hat sich beispielsweise die Zahl von in EU-Missionen sekundierten Experten der Mitgliedsstaaten seit 2012 von über 1.600 auf weniger als 800 mehr als halbiert.

International geschätzt

Deutsche Polizistinnen und Polizisten haben sich vor allem wegen Ihrer Fachexpertise und ihres kompetenten und dennoch bescheidenen Auftretens in Missionen einen ausgezeichneten Ruf in Krisenstaaten und bei den Mandatgebern erarbeitet.

Ihr Einsatz zur Stabilisierung von Krisenstaaten wird auch künftig ein wichtiger Beitrag zur Gewährleistung der Inneren Sicherheit in Deutschland und Europa sein.

Weitere Informationen wie die Leitlinien für die gemeinsame Beteiligung des Bundes und der Länder an internationalen Polizeimissionen und eine Karte der Einsatzgebiete finden Sie auf der Website der Bundespolizei.

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