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Sicherheit IT- und Cybersicherheit Artikel 14.01.2016 Cy­ber­kri­mi­na­li­tät

Ein wachsendes globales Kriminalitätsphänomen, das national und international bekämpft wird

Cyberkriminalität (engl. cybercrime) ist ein weltweites Problem, das keine Landesgrenzen und verschlossenen Türen kennt. Es kann überall stattfinden, wo Menschen Computer und Smartphones benutzen – in Firmen, Behörden, Universitäten, zu Hause und unterwegs.

Der Begriff bezeichnet zunächst ganz allgemein Straftaten, die sich der modernen Informationstechnik als Werkzeug bedienen. Ein Beispiel wäre ein Betrugsversuch, der jemanden via E-Mail statt mit der Post erreicht. Im engeren Sinne sind jedoch Straftaten gemeint, die auf Computersysteme und Netzwerke selbst zielen. Dabei kann es sich auch um Cyberspionage oder Cyberterrorismus handeln.

Warum ist diese Kriminalitätsform so gefährlich?

Die Besonderheit der Cyberkriminalität besteht darin, dass die Täter nahezu von jedem Ort der Welt aus agieren - und ihre Spuren relativ gut verschleiern - können.

Nicht nur die Zahl der betroffenen Computer und Smartphones steigt, sondern auch die Professionalität der Täter. Einerseits wird weiterhin versucht, mit möglichst geringem Aufwand möglichst viele Computer mit entsprechender Schadsoftware zu infizieren, um beispielsweise Kontodaten und Passwörter zu stehlen. Andererseits gibt es jedoch auch immer mehr sehr gut vorbereitete Cyberangriffe auf ausgewählte Ziele, bei denen das Schadenspotenzial für die Betroffenen erheblich größer ist.

Wer kümmert sich um ihre Bekämpfung?

Für die Strafverfolgung und Bekämpfung von Cyberkriminalität sind in Deutschland zunächst die Landeskriminalämter und - auf Bundesebene sowie in koordinierender Funktion als Zentralstelle - das Bundeskriminalamt zuständig.

Da jedoch kein Land dieses grenzüberschreitende Problem für sich alleine lösen kann, ist eine gute internationale Zusammenarbeit notwendig. Hierbei spielt insbesondere das European Cybercrime Centre (EC3) bei Europol eine zunehmend wichtige Rolle. Auch Interpol setzt am neuen Standort in Singapur einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung der Cyberkriminalität.

Was kann ich selbst tun?

Von Cyberkriminalität Betroffene können sich an ihre örtliche Polizeidienststelle wenden. Zu kriminalitätsvorbeugenden Maßnahmen berät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf seiner Webseite "BSI für Bürger".

Für Unternehmen und Institutionen bietet unter anderem die Allianz für Cyber-Sicherheit eine gute Informationsplattform. Die Links zu den genannten Websites finden Sie in der rechten Spalte.

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