Navigation und Service

Logo: Bundesministerium des Innern (Link zur Startseite)

Extremismus

Höchsten Stellenwert misst die Bundesregierung der Bekämpfung des Extremismus zu. Sie setzt hier einen wesentlichen innenpolitischen Schwerpunkt, weil Intoleranz, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit das innere Gleichgewicht einer demokratischen Gesellschaft stören.


Wachsamkeit gegen Linksextremismus

Neben dem Rechtsextremismus gilt es Deutschland auch dem Linksextremismus gegenüber wachsam zu sein.

Linksextremisten zielen auf eine Beseitigung unserer bestehenden, freiheitlichen demokratischen Grundordnung ab. An deren Stelle soll – je nach ideologischer Ausrichtung im Einzelnen - eine sozialistische bzw. kommunistische Gesellschaft oder eine "herrschaftsfreie", anarchistische Gesellschaft treten.

Das linksextremistische Personenpotenzial hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und lag Ende 2009 bei rund 31.600 Personen.

Den zahlenmäßig größten Anteil am o. g. Linksextremismuspotenzial bilden mit etwa 25.000 Personen die Mitglieder und Anhänger revolutionär-marxistisch ausgerichteter Parteien und Organisationen.

Die weitaus gravierendere Bedrohung für die öffentliche Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland geht hingegen von den restlichen rund 6.600 gewaltbereiten Linksextremisten aus, die ganz überwiegend der autonomen Szene angehören. 

Autonome lehnen jede Form von staatlichen und gesellschaftlichen Normen ab. Dabei zielen Autonome - wie alle Linksextremisten - im Kern auf die Überwindung des "herrschenden Systems". Die Anwendung von Gewalt - auch gegen Personen - halten Autonome zur Durchsetzung ihrer Ziele für legitim. Sie rechtfertigen Gewalt als angeblich erforderliches Mittel gegen die "strukturelle Gewalt" eines "Systems von Zwang, Ausbeutung und Unterdrückung".

Dies spiegelt sich auch in der aktuell zu verzeichnenden Zunahme linksextremistischer Gewalttaten wider (2008: 701; 2009: 1.115). Besondere Beachtung verdienen die darin enthaltenen 113 Brandanschläge (2008: 62) und 502 Körperverletzungen (2008: 359). 

Die den Linksextremismus insgesamt prägende Ablehnung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung und die der gewaltbereiten linksextremistischen Szene eigene Akzeptanz von Gewalt als Mittel der politischen Arbeit sind für die Bundesregierung Anlass zur Wachsamkeit gegenüber linksextremistischen Bestrebungen im Allgemeinen und gewaltbereiten Linksextremisten im Besonderen.

  • Bookmarken Sie diese Seite via Delicious - öffnet ein neues Browserfenster
  • Bookmarken via Mister Wong
  • Empfehlen via Twitter - öffnet ein neues Browserfenster
  • Empfehlen via studiVZ, meinVZ, schülerVZ - öffnet ein neues Browserfenster

Diese Seite:

© Bundesministerium des Innern - 2009-2012