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Zum ersten Mal gibt es ein bundesweites Funknetz für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Eines der größten technischen Modernisierungsvorhaben in Deutschland befindet sich in der Umsetzungsphase: die Einführung des bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunksystems für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Zum ersten Mal wird sich ein bundesweit einheitliches Funknetz für Rettungs- und Sicherheitskräfte flächendeckend über das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erstrecken und die bestehenden, uneinheitlichen Analogfunknetze ablösen.

Von den zahlreichen Vorteilen des Digitalfunkssystems für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Digitalfunk BOS) profitieren nicht nur Polizeien von Bund und Ländern, Feuerwehren, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk sowie die Zollbehörden und Verfassungsschutzorganisationen. Auch für die Bürgerinnen und Bürger sichert der Digitalfunk BOS eine bessere, schnellere und verlässlichere Hilfeleistung im Notfall.

Mehr als 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) mit Sitz in Berlin, die am 2. April 2007 ihre Arbeit aufgenommen hat, kümmern sich derzeit um die Einführung des Digitalfunks BOS. Geleitet wird die Bundesanstalt von deren Präsidenten Rolf Krost. Weiteres Organ der BDBOS ist der Verwaltungsrat, in dem die Innenstaatssekretäre von Bund und Ländern vertreten sind. Den Vorsitz führt Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche (BMI).

Voranschreiten des Netzaufbaus

Die Inbetriebnahme des Netzes erfolgt zeitlich gestaffelt in 45 geografischen Netzabschnitten und wird im Wesentlichen bis Ende 2014 abgeschlossen sein.

Das BOS-Digitalfunknetz wird in immer mehr Städten und Regionen im täglichen Betrieb genutzt. Im März 2013 waren bereits über 303.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, im Saarland, in Berlin, Bremen, Hamburg, Köln und München. Von den geplanten rund 4.500 Basisstationen waren im Mai 2013 etwa 84% aufgebaut (installiert) und etwa 68%in das Netz eingebunden (integriert).

Von den 62 für das Kernnetz vorgesehenen Vermittlungsstellen stehen inzwischen Alle zur Verfügung ebenso alle vier vorgesehenen Transitvermittlungsstellen. Auch die beiden Netzverwaltungszentren in Hannover und Berlin, die für die Überwachung und die Steuerung des BOS-Digitalfunknetzes zuständig sind, befinden sich bereits im Einsatz.

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