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Sicherheit Bundeskriminalamt Artikel Po­li­zei­li­ches In­for­ma­ti­ons­we­sen

Für die polizeiliche Zusammenarbeit ist es notwendig, Informationen von Bund und Ländern zentral zu sammeln und auszuwerten.

Eine moderne Kriminalitätsbekämpfung kann auf die elektronische Datenverarbeitung längt nicht mehr verzichten. Nur so ist es möglich, große Mengen von Personen- und Sachdaten zu analysieren, abzugleichen und zu speichern.

Aus diesem Grund wurde Anfang der 70er Jahre beim Bundeskriminalamt (BKA) das polizeiliche Informationssystem INPOL eingerichtet. Dieses System speichert Angaben zu Personen und Sachen, die in Kriminalfälle verwickelt sind. Zugriff auf das System haben neben dem Bundeskriminalamt die Landespolizeidienststellen, die Bundespolizei und die Zollbehörden.

Das polizeiliche Informationssystem INPOL

In INPOL werden alle wichtigen Meldungen über Straftaten und Straftäter gespeichert, die nicht nur lokalen oder regionalen Charakter haben. Der Datenschutz schreibt hierbei genaue Regelungen vor. Deren Einhaltung überprüft der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit regelmäßig.

Rund um die Uhr gibt das Fahndungssystem der deutschen Polizei im einstelligen Sekundenbereich Auskunft. Wer wird gesucht? Wonach wird gefahndet? Ob Funkstreife vor Ort oder Grenzkontrolle an einem deutschen Flughafen: Eine Anfrage an INPOL gibt verlässliche Antwort. Besteht ein Haftbefehl? Fahndet das Ausland? Liegt der Verdacht der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation vor? Ist der Wagen gestohlen?

Die angeschlossenen Behörden können auf personenbezogene Daten bereits wenige Sekunden nach der Erfassung zugreifen. Die Eintragungen werden in Übereinstimmung mit den datenschutzrechtlichen Fristvorgaben automatisch gelöscht.

In der INPOL-Personenfahndungsdatei sind im Januar des Jahres 2012 u. a. ungefähr

  • 431.000 Festnahmeersuchen und
  • 162.500 Ausschreibungen zur Aufenthaltsermittlung

enthalten.

In der INPOL-Sachfahndungsdatei sind ca. 12 Mio. Gegenstände erfasst, die wegen eines möglichen Zusammenhangs mit Straftaten gesucht werden.

In der Sachfahndung enthalten sind u. a. ungefähr

  • 149.000 PKW
  • 739.000 Fahrräder
  • 6.250.000 Ausweispapiere, Führerscheine usw.
  • 302.000 Schusswaffen.

Im August 2003 haben Bund und Länder das Informationssystem INPOL-neu eingeführt. Dadurch wurde INPOL auf eine moderne Hard- und Software umgestellt und um weitere Funktionalitäten ergänzt.
Die Fahndungsdaten für den Schengenraum stellt das analog zu INPOL operierende Schengener Informationssystem bereit.

Zusatzinformationen

Schengener Informationssystem

Das Schengener Informationssystem (SIS) ist eines der bedeutendsten Instrumente für die polizeiliche Zusammenarbeit in Europa und eine wichtige Ausgleichsmaßnahme für den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

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Alle Informationen zum Thema Sicherheit

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Video | 17.02.2017 "Ein Meilenstein der polizeilichen Zusammenarbeit in Deutschland"
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