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Moderne Verwaltung und Öffentlicher Dienst Verwaltungsorganisation Artikel Konzept E-Verwaltung

Das Organsiationskonzept E-Verwaltung regelt, was bei der Einführung elektronischer Akten zu berücksichtigen ist.

Das Bundesministerium hat am 16. Mai 2012 ein Organisationskonzept zur elektronischen Verwaltungsarbeit (Konzept E-Verwaltung) im Internet unter www.verwaltung-innovativ veröffentlicht.

Elektronische Verwaltungsarbeit im Sinne des Konzeptes umfasst die elektronische Schriftgutverwaltung (E-Akte) einschließlich der elektronischen Langzeitspeicherung und Aussonderung sowie die elektronische Prozessunterstützung durch elektronische Vorgangsbearbeitung, elektronische Zusammenarbeit und elektronische Fachverfahren.

E-Verwaltung löst DOMEA-Konzept ab

Das Konzept E-Verwaltung löst das bisher vom Bundesministerium des Innern herausgegebene DOMEA-Konzept ab. Statt des sehr umfangreichen DOMEA-Anforderungskatalogs konzentriert sich das Konzept auf wesentliche Basisanforderungen. Das Zertifizierungsverfahren wird nicht weitergeführt.
Das neue Konzept bietet den Behörden gegenüber dem DOMEA-Konzept mehr Flexibilität. Behörden, die sich am DOMEA-Konzept orientiert haben, sind dennoch konform zum Konzept E-Verwaltung. Das Konzept berücksichtigt aber auch neuere Entwicklungen, wie zum Beispiel Web2.0-Technologien, die für die Zusammenarbeit genutzt werden können.

Inhalt des Konzepts

Das Konzept befasst sich mit den wichtigsten Fragen, die erfahrungsgemäß auftreten, wenn eine E-Akte, ein Vorgangsbearbeitungssystem oder eine Plattform zur Zusammenarbeit eingeführt wird. Solche Vorhaben sind in erster Linie Organisationsprojekte. Sie wirken sich nicht nur erheblich auf die vertraute Arbeitsweise der Beschäftigten aus. Daneben müssen auch die Aufbau- und Ablauforganisation überprüft und ggf. optimiert werden. Für das Einführungsprojekt braucht es ausreichend Personal mit der erforderlichen Qualifikation, Motivation und Durchsetzungsfähigkeit sowie ausreichend finanzielle Mittel.

Verfügbare Bausteine

Das Konzept ist nach dem Baukastensystem aufgebaut. Neben einem Baustein zu den Grundlagen und zur Bedarfsanalyse sind zunächst Bausteine zu den Themen E-Akte, E-Vorgangsbearbeitung und E-Zusammenarbeit verfügbar. Diese werden ergänzt durch einen Leitfaden für verantwortliche Führungskräfte sowie einen Projektleitfaden.

Geplante Bausteine

Weitere Bausteine zu den Themen E-Fachverfahren, E-Poststelle und Signatur, Scanprozess E-Langzeitspeicherung, Datenschutz und Personaldaten sind geplant. Die Palette wird bei Bedarf um weitere, neue Themen ergänzt.

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