Navigation und Service

Öffentlicher Dienst Dienstrecht Artikel Der Öf­fent­li­che Dienst

Der Bund ist für derzeit rund 133.800 Beamtinnen und Beamte und rund 124.500 Tarifbeschäftigte zuständig. Hinzu kommen zirka 166.000 Soldatinnen und Soldaten.

Zugang zum öffentlichen Dienst

Alle Deutschen haben Zugang zu jedem öffentlichen Amt, wenn sie hierzu geeignet und befähigt sind und die erforderliche Leistung erbringen. Dies ist durch Artikel 33 Absatz 2 des Grundgesetzes gewährleistet.

Die Angehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union sind beim Zugang zu einem öffentlichen Amt Deutschen gleichgestellt, wenn die Aufgaben nicht ausnahmsweise Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit vorbehalten sind.

Die vielfältigen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung erfordern qualifiziertes Personal, das durch eine systematische Vor- und Ausbildung für verschiedene Laufbahnen gewonnen wird. Diese untergliedern sich für die Beamtinnen und Beamten in vier Gruppen, die jeweils unterschiedliche Bildungsabschlüsse voraussetzen (einfacher Dienst – Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss; mittlerer Dienst – Realschul- oder Hauptschulabschluss mit Abschluss einer geeigneten Berufsausbildung oder gleichwertiger Bildungsstand; gehobener Dienst – allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife oder gleichwertiger Bildungsstand; höherer Dienst – Hochschulabschluss, der für die jeweilige Laufbahn geeignet ist).

Für Tarifbeschäftigte gibt es kein solches Laufbahnsystem; die Regelungen, nach denen sich die Vergütungen bestimmen, lassen teilweise vergleichbare Strukturen erkennen. Auch sie knüpfen an entsprechende allgemein bildende Abschlüsse an. Die für den Arbeitsplatz erforderliche berufliche Qualifikation wird in betrieblichen Ausbildungsgängen oder an Fachhochschulen oder Hochschulen erworben.

Abgrenzung Beamte/Tarifbeschäftigte

In den Kernbereichen der traditionellen Verwaltung sind überwiegend Beamtinnen und Beamte beschäftigt, vor allem in den Leitungsfunktionen sowie in der Eingriffsverwaltung (z.B. Polizei, Finanzverwaltung). Umgekehrt herrschen im Gesundheitswesen, bei den Sozialdiensten und in den technischen Berufen die Tarifbeschäftigten vor. Die Tarifbeschäftigten haben eine gesicherte und im Vergleich zum Beamtenverhältnis gleichwertige Position.

Bundesminister, Parlamentarische Staatssekretäre

Bundesminister sind keine Beamten, sondern stehen in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis, das auf die Wahrnehmung eines Regierungsamtes gerichtet ist. Als dem Parlament verantwortliche Amtsträger leiten sie ihren Geschäftsbereich im Rahmen der von der Bundeskanzlerin / dem Bundeskanzler bestimmten Richtlinien der Politik selbständig und unter eigener Verantwortung.

Auch die Parlamentarischen Staatssekretäre stehen in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis. Sie sind Abgeordnete des Deutschen Bundestages und den Mitgliedern der Bundesregierung zugeordnet. Sie vertreten die Minister und Ministerinnen im Bundeskabinett und in der Öffentlichkeit und unterstützen sie bei der Erfüllung der politischen Aufgaben. Dabei pflegen sie besonders die Verbindung zum Deutschen Bundestag und zum Bundesrat und den jeweiligen Ausschüssen, zu den Bundestagsfraktionen und deren Arbeitskreisen und zu den politischen Parteien.

Schwerpunktthemen

Mediathek

Audio | 28.04.2016Dritte Lohnrunde 2016
Mehr

Alle Mediathekinhalte zum Thema

Publikationen

05.09.2017Deutsche Minderheiten stellen sich vor
Mehr

Alle Publikationen zum Thema