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Häufig gestellte Fragen zum Thema: Reisepass

Wie und wo beantrage ich einen Reisepass?

Einen Reisepass beantragen Sie im Bürgeramt an Ihrem Wohnort, bei mehreren Wohnsitzen an Ihrem Hauptwohnsitz. Das für Sie zuständige Bürgeramt finden Sie zum Beispiel auf www.behoerdenfinder.de.

Sie können Ihren Reisepass auch in jedem anderen Bürgeramt beantragen. In diesem Fall wird eine höhere Gebühr erhoben. Voraussetzung für die Antragstellung außerhalb Ihres Hauptwohnsitzes ist, dass Sie einen wichtigen Grund für die Beantragung darlegen können. Durch eine vorherige Kontaktaufnahme mit dem von Ihnen ausgewählten Bürgeramt können Sie die geplante Antragstellung eines Reisepasses vorbereiten und in Erfahrung bringen, ob und inwieweit das Bürgeramt Ihre Gründe anerkennt.

Bei vielen Bürgerämtern können Sie online, per E-Mail oder telefonisch einen Termin für die Beantragung des Reisepasses vereinbaren. Welche Möglichkeiten Ihr Bürgeramt anbietet, erfahren Sie zum Beispiel auf dessen Internetseite.

Welche Dokumente Sie für die Beantragung benötigen, erfahren Sie ebenfalls auf der Internetseite Ihres Bürgeramtes.

Bitte beachten Sie: Sie benötigen ein biometrisches Passbild. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Welche Gebühren werden für den Reisepass erhoben?

Die Gebühren für den Reisepass im Überblick:

  • Reisepass mit 32 Seiten:
    Personen, die das 24. Lebensjahr vollendet haben: 60,00 Euro
    Personen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: 37,50 Euro
  • Reisepass mit 48 Seiten (22,00 Euro Zuschlag):
    Personen, die das 24. Lebensjahr vollendet haben: 82,00 Euro
    Personen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: 59,50 Euro
  • Reisepass im Expressverfahren (32,00 Euro Zuschlag) mit 32 Seiten / 48 Seiten:
    Personen, die das 24. Lebensjahr vollendet haben: 92,00 Euro / 114,00 Euro
    Personen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: 69,50 Euro / 91,50 Euro
  • vorläufiger Reisepass: 26,00 Euro
  • Änderung des Wohnorts im Reisepass oder im vorläufigen Reisepass: gebührenfrei
  • Kinderreisepass: 13,00 Euro
    Verlängerung oder Aktualisierung des Kinderreisepasses: 6,00 Euro
  • Antragstellung bei einem beliebigen Bürgeramt außerhalb des Hauptwohnsitzes:
    Die Gebühr (ohne Zuschläge) verdoppelt sich.
  • Reisepass-Antragstellung bei einer deutschen Botschaft / konsularischen Vertretung,
    z. B. für Deutsche im Ausland bzw. bei Passverlust: 21,00 Euro (Zuschlag)


    Antragstellung auf vorläufigen Reisepass / Kinderreisepass bei einer deutschen Botschaft / konsularischen Vertretung, z. B. für Deutsche im Ausland bzw. bei Passverlust: 13,00 Euro (Zuschlag)

Welche Möglichkeiten der Gebührenreduzierung oder Gebührenbefreiung bei Bedürftigkeit habe ich?

Die Gebühr für den Reisepass kann ermäßigt oder erlassen werden, wenn die Person, die die Gebühren schuldet, bedürftig ist. Über eine eventuelle Gebührenreduzierung bzw. befreiung entscheidet das Bürgeramt. Deshalb sollten Sie Ihr Anliegen bei der Antragstellung ansprechen.

Ich brauche den Reisepass schon sehr bald. Was kann ich tun?

Sie können Ihren Reisepass im Bürgeramt im Expressverfahren beantragen.

Geht der Antrag bis 12:00 Uhr beim Passproduzenten ein, liegt in der Regel Ihr Reisepass am darauffolgenden dritten Werktag (es zählen Mo. – Fr., ohne Feiertage) im Bürgeramt abholbereit vor.

Für das Expressverfahren wird ein Zuschlag erhoben. Liegt Ihr Reisepass nicht innerhalb der oben genannten Frist abholbereit vor, entfällt der Zuschlag. Sollten Sie den Zuschlag bereits bei der Beantragung entrichtet haben, wird Ihnen der Betrag vom Bürgeramt erstattet.

Ich brauche den Reisepass sofort. Was kann ich tun?

Kann der Reisepass auch im Expressverfahren nicht rechtzeitig vor Reisebeginn fertig gestellt werden, kann Ihnen ein vorläufiger Reisepass sofort ausgestellt und ausgehändigt werden. Das Bürgeramt kann geeignete Nachweise von Ihnen verlangen, zum Beispiel Flugtickets oder andere Reiseunterlagen.

Die Gültigkeitsdauer des vorläufigen Reisepasses wird dem Reisezweck angepasst und darf nicht mehr als ein Jahr betragen. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist nicht möglich. Für das Ausstellen des vorläufigen Reisepasses wird eine Gebühr erhoben.

Für den vorläufigen Reisepass benötigen Sie ein biometrisches Passbild. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Der vorläufige Reisepass enthält kein elektronisches Speichermedium (Chip), sodass keine Fingerabdrücke erfasst werden.

Bitte beachten Sie: Der vorläufige Reisepass wird von den meisten Ländern anerkannt. In einige Länder (zum Beispiel in die USA) kann eine visumfreie Einreise jedoch nur mit einem Reisepass erfolgen, der ein elektronisches Speichermedium enthält (Chip). Wenn Sie mit einem vorläufigen Reisepass einreisen wollen, benötigen Sie daher zusätzlich ein Visum. Über die aktuellen Einreisebestimmungen Ihres Reiselandes und die erforderlichen Ausweisdokumente informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Antritt der Reise. Auskunft dazu geben Ihnen unter anderem die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Wie erfahre ich, dass ich meinen Reisepass abholen kann?

Ihr Bürgeramt informiert Sie bei der Beantragung, ab wann Sie Ihren Reisepass abholen können.
Bei vielen Bürgerämtern können Sie online, per E Mail oder telefonisch einen Abhol-Termin vereinbaren. Welche Möglichkeiten Ihr Bürgeramt anbietet, erfahren Sie zum Beispiel auf dessen Internetseite.

Ab Antragstellung dauert es in der Regel mindestens zwei Wochen, bis Sie Ihren Reisepass im Bürgeramt abholen können.

Wie lange kann ich meinen "alten" Reisepass nutzen?

Alle Reisepässe behalten ihre Gültigkeit bis zum jeweils angegebenen Datum. Es ist grundsätzlich nicht erforderlich, vorzeitig einen neuen Reisepass zu beantragen.

Bitte beachten Sie: Viele Staaten verlangen bei der Einreise, dass der Reisepass über das Reiseende hinaus noch bis zu sechs Monate gültig sein muss. Über die aktuellen Einreisebestimmungen Ihres Reiselandes und die erforderlichen Ausweisdokumente informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Antritt der Reise. Auskunft dazu geben Ihnen unter anderem die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Ich habe meinen Wohnsitz im Ausland. An wen wende ich mich, wenn ich einen Reisepass beantragen möchte?

Zuständig für Reisepassanträge im Ausland ist diejenige deutsche Auslandsvertretung (Konsularabteilung einer Botschaft oder eines Generalkonsulats), in deren Amtsbezirk Sie sich dauerhaft aufhalten.

Informationen des Auswärtigen Amtes über die deutschen Auslandsvertretungen finden Sie hier.

Bitte beachten Sie: Als im Ausland lebende(r) Deutsche(r) können Sie Ihren Reisepass auch bei einem Bürgeramt in Deutschland beantragen. Hierfür wird eine erhöhte Gebühr erhoben. Voraussetzung für die Entgegennahme Ihres Antrags ist, dass Sie einen wichtigen Grund für die Beantragung in Deutschland darlegen können (vgl. Ziffer 19.4.1 der Passverwaltungsvorschrift ). Durch vorherige Kontaktaufnahme mit dem von Ihnen ausgewählten Bürgeramt können Sie die geplante Antragstellung eines Reisepasses vorbereiten und in Erfahrung bringen, ob und inwieweit das Bürgeramt Ihre Gründe anerkennt.

Ich bin zur Zeit in Deutschland. Was ist zu tun, wenn ich hier meinen Reisepass verloren habe oder wenn er mir gestohlen wurde?

Melden Sie den Verlust zu Ihrem eigenen Schutz bitte unverzüglich bei der Polizei oder in einem Bürgeramt.

Die Kontaktdaten von Bürgerämtern finden Sie zum Beispiel auf www.behoerdenfinder.de.

Ich bin zur Zeit im Ausland. Was ist zu tun, wenn ich hier meinen Reisepass verloren habe, oder wenn er mir gestohlen wurde und wo erhalte ich Notfall-Ausweisdokumente?

Melden Sie den Verlust zu Ihrem eigenen Schutz bitte unverzüglich bei der örtlichen Polizei. In der Regel ist auch für die Ausstellung von Passersatzpapieren die Vorlage eines Polizeiprotokolls erforderlich.
Bitte nehmen Sie darüber hinaus Kontakt zur deutschen Auslandvertretung in Ihrem Reiseland auf, um die nächsten Schritte zu klären.

Die Kontaktdaten der deutschen Auslandsvertretungen finden Sie hier.

Warum wurden Gesicht und Fingerabdruck als biometrische Merkmale für den Reisepass ausgewählt?

Für die internationale Vereinheitlichung von Reisedokumenten ist die Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen (International Civil Aviation Organization, abgekürzt: ICAO) zuständig. Weil das Passfoto seit Langem international selbstverständlich ist, empfahl die ICAO weltweit die Speicherung eines biometrischen Passfotos in Reisepässen.

Aufgrund der hohen Praxistauglichkeit der Aufnahme- und Erkennungssysteme für Fingerabdrücke wählten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) als zweites biometrisches Merkmal für ihre Reisepässe den Fingerabdruck.

Dass zwei verschiedene biometrische Merkmale zur Verfügung stehen, erhöht die Flexibilität bei Kontrollen. Dadurch kann – je nach Kontrollsituation – ausgewählt werden, ob das Foto und/oder die Fingerabdrücke überprüft werden.

Wie werden die Fingerabdrücke für den Reisepass genommen?

Für den Reisepass werden zwei Fingerabdrücke von Ihnen benötigt. Die Abdrücke werden bei der Beantragung im Bürgeramt mit Hilfe von Fingerabdruckscannern aufgenommen. In der Regel werden die Fingerabdrücke der beiden Zeigefinger jeweils dreimal hintereinander erfasst. Sie legen Ihren Finger auf die Glasscheibe und Ihr Fingerabdruck wird binnen Sekunden elektronisch erfasst – ohne Stempelfarbe oder andere Hilfsmittel. Die Software wählt anschließend den besten Abdruck aus.

Werden von Kindern auch Fingerabdrücke genommen?

Bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erhalten Kinder einen Kinderreisepass ohne elektronisches Speichermedium (Chip), sodass bei der Beantragung keine Fingerabdrücke erfasst werden.

Bitte beachten Sie: In einige Länder (zum Beispiel in die USA) kann eine visumfreie Einreise nur mit einem Reisepass erfolgen, der ein elektronisches Speichermedium (Chip) enthält. Wenn Ihr Kind mit einem Kinderreisepass einreisen möchte, benötigt es daher zusätzlich ein Visum.

Auf Wunsch wird Kindern ab sechs Jahren ein Reisepass mit elektronischem Speichermedium (Chip) ausgestellt. In diesem Fall sind Fingerabdrücke abzugeben.

Bei Kindern unter sechs Jahren werden grundsätzlich keine Fingerabdrücke aufgenommen.

Was passiert, wenn ich aufgrund einer medizinischen Einschränkung, Behinderung oder Amputation keine Fingerabdrücke abgeben kann?

Wenn Ihre medizinische Einschränkung nicht innerhalb von drei Monaten überwunden ist, wird ein Reisepass für Sie ausgestellt. Je nach Situation wird in diesen Fällen nur ein bzw. kein Fingerabdruck von Ihnen im Chip gespeichert. Gegebenenfalls müssen Sie den medizinischen Grund durch ein ärztliches Attest gegenüber dem Bürgeramt nachweisen.

Wenn Ihre medizinische Einschränkung innerhalb von drei Monaten überwunden ist, beantragen Sie den Reisepass nach Wegfall des Hinderungsgrundes, zum Beispiel nach Abheilen Ihrer Verletzungen.

Muss ich mit Problemen bei der Reise rechnen, wenn die Fingerabdrücke in meinem Reisepass "schwach" sind oder keine gespeichert werden konnten?

Ihr Reisepass ist unabhängig von den biometrischen Daten im Chip ein gültiges Reisedokument.

"Schwache" Fingerabdrücke sind nicht ungewöhnlich und werden bei der Aufnahme der Abdrücke im Bürgeramt erkannt. Im Reisepass wird zusätzlich zu den Fingerabdruckbildern der Qualitätswert der Bilder gespeichert, sodass langfristige Einschränkungen, zum Beispiel aus medizinischen Gründen, für die Kontrollbeamtinnen und Kontrollbeamten erkennbar werden.

Bitte beachten Sie: Ob Sie mit zusätzlichen Kontrollmaßnahmen rechnen müssen, hängt von den Einreisebestimmungen Ihres Ziellandes ab.

Über die aktuellen Einreisebestimmungen Ihres Reiselandes und die erforderlichen Ausweisdokumente informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Antritt der Reise. Auskunft dazu geben Ihnen unter anderem die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Kann ich auf Wunsch auch einen Reisepass ohne Fingerabdrücke bekommen?

Nein. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass ab dem 1. November 2007 Fingerabdrücke im Chip des Reisepasses enthalten sein sollen. Wenn Sie keine Fingerabdrücke abgeben möchten, kann kein Reisepass für Sie ausgestellt werden. Ausnahmen sind lediglich aus medizinischen Gründen gestattet.

Was muss ich bei dem Passbild für meinen Reisepass beachten?

Sie benötigen ein biometrisches Passbild.

Die Anforderungen an biometrische Passbilder sind in einer Foto-Mustertafel zusammengestellt und mit Beispielbildern illustriert. Außerdem steht Ihnen eine Passbild-Schablone zur Verfügung. Diese Informationen finden Sie hier.

Im Bürgeramt wird zudem mit einer Software geprüft, ob Ihr Passbild den Anforderungen entspricht.

Gelten für Passbilder von Kindern dieselben Vorgaben wie für Passbilder von Erwachsenen?

Nein. Für Kinder ist zwar auch eine "Frontalaufnahme" vorgeschrieben, aber es gelten dabei weniger strenge Vorgaben als für Erwachsene.

Die Anforderungen an biometrische Passbilder von Kindern sind in einer Foto-Mustertafel zusammengestellt und mit Beispielbildern illustriert. Außerdem steht Ihnen eine Passbild-Schablone zur Verfügung. Diese Informationen finden Sie hier.

Im Bürgeramt wird zudem mit einer Software geprüft, ob das Passbild Ihres Kindes den Anforderungen entspricht.

Welche Daten sind im Reisepass zu sehen?

Der Reisepass enthält neben dem Passbild des Passinhabers, seiner Unterschrift, der Angabe der ausstellenden Behörde, dem Tag der Ausstellung und dem letzten Tag der Gültigkeitsdauer folgende Angaben über die Person:

  • Familienname und Geburtsname,
  • Vorname(n),
  • Doktorgrad,
  • ggf. Ordensname, Künstlername,
  • Tag und Ort der Geburt,
  • Geschlecht,
  • Größe,
  • Farbe der Augen,
  • Wohnort,
  • Staatsangehörigkeit und
  • Seriennummer.

Einige Daten werden in der maschinenlesbaren Zone wiederholt.

Immer mehr Länder bieten elektronische Systeme zur Einholung einer visumfreien Einreisegenehmigung. Unter anderem wird dort nach der Seriennummer meines Reisepasses gefragt. Wo finde ich diese Nummer?

Wo Sie die neunstellige Seriennummer Ihres Reisepasses finden, sehen Sie hier.

Online-Verfahren zur Einholung der visumfreien Einreisegenehmigung bieten zum Beispiel Australien, Kanada und die USA. Über die Möglichkeit bzw. Verpflichtung, ein solches Online-Verfahren zur Einholung der visumfreien Einreisegenehmigung zu nutzen, informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Antritt der Reise. Auskunft dazu geben Ihnen unter anderem die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Ist das Zeichen „0“ in der Seriennummer eine Null?

Das Zeichen "0" in der Seriennummer ist die Zahl Null. Der Buchstabe O wird dort nicht verwendet. Informationen über die Seriennummer finden Sie hier.

Was bedeuten die zwei Zeilen mit Ziffern, Buchstaben und dem Zeichen "<" unten auf der Passkarte?

Das ist die maschinenlesbare Zone Ihres Reisepasses. Informationen über die maschinenlesbare Zone finden Sie hier.

Mein Name ist in meinem Reisepass an verschiedenen Stellen unterschiedlich geschrieben. Ist mein Reisepass trotzdem gültig?

Wenn die Eintragungen in den Datenfeldern "Name / Surname / Nom" und "Vornamen / Given names / Prénoms" richtig geschrieben sind, ist Ihr Reisepass gültig.

Die Schreibweise in der maschinenlesbaren Zone kann abweichen, zum Beispiel durch Kürzung überlanger Namen sowie die Verwendung von "ae", "oe" und "ue" anstelle von "ä", "ö" und "ü". Diese Abweichungen haben keine Auswirkungen auf die Gültigkeit Ihres Reisepasses.

Wann wird das Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2014 umgesetzt, wonach die Darstellung des Geburtsnamens durch die Abkürzung "GEB." entfällt und der Geburtsname eine eindeutige Kennzeichnung ohne Abkürzung erhalten soll?

In Reisepässen, die bis zum 28.02.2017 ausgestellt wurden, stehen Familienname und, sofern vorhanden, Geburtsname im Datenfeld „Name / Surname / Nom“ in dieser Schreibweise:
MUSTERMANN
GEB. GABLER

In Reisepässen, die ab 01.03.2017 ausgestellt wurden, wird der Geburtsname in ein neues, separates Datenfeld eingetragen:
1.[b]Geburtsname / Name at birth / Nom de naissance

Bitte beachten Sie: Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat keine Auswirkungen auf die Gültigkeit bereits ausgestellter Reisepässe.

Welche Daten sind im Chip gespeichert?

Im Chip des Reisepasses sind personen- und dokumentenbezogene Daten gespeichert:

  • Daten zur Person: Familienname, Vorname(n), Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit;
  • Daten zum Dokument: Seriennummer, ausstellender Staat, Dokumententyp und Gültigkeitsdatum.

Außerdem sind biometrische Daten gespeichert:

  • das Passfoto,
  • zwei Fingerabdrücke (bei Reisepässen, die seit dem 1. November 2007 beantragt wurden)

Wer kann die Daten im Chip meines Reisepasses auslesen?

Da der Chip aus der Nähe, mit maximal 10 Zentimetern Abstand, ausgelesen werden muss, ist es nicht möglich, die Daten im Chip ohne Ihr Wissen auszulesen. Hierfür ist ein spezielles Lesegerät notwendig, dass nur bestimmten staatlichen Stellen in Deutschland (zum Beispiel Pass-, Polizei-, Grenz- und Zollbehörden) zur Verfügung steht.

Im Ausland können die für die Grenzkontrollen zuständigen staatlichen Stellen derzeit die auf dem Chip gespeicherten Textdaten (zum Beispiel den Familiennamen) auslesen und auf das biometrische Passbild zugreifen, soweit sie über entsprechende Lesegeräte verfügen. Das Auslesen der biometrischen Fingerabdrücke ist bislang den deutschen Behörden vorbehalten. Ausländische Staaten benötigen hierfür eine ausdrückliche Berechtigung.

Eine entsprechende Berechtigung ist für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in Vorbereitung, sodass innerhalb der EU das Auslesen der Fingerabdrücke aus dem deutschen Reisepass bald erlaubt sein wird.

Woran erkenne ich, dass ein Reisepass über ein elektronisches Speichermedium (Chip) verfügt?

Das Symbol für das elektronische Speichermedium (Chip) finden Sie auf dem Umschlag des Reisepasses:

Symbol für das elektronische Speichermedium (Chip) des Reisepasses


Was kann ich tun, wenn der Chip in meinem Reisepass defekt ist?

Jeder Reisepass wird vom Passproduzenten vor Übergabe an das Bürgeramt geprüft, sodass nur voll funktionstüchtige Reisepässe ausgegeben werden. Davon können Sie sich selbst überzeugen, indem Sie sich im Bürgeramt die auf dem Chip gespeicherten Daten anzeigen lassen.

Sollte der Chip dennoch defekt sein, können Sie den Reisepass beim Bürgeramt reklamieren. Der Reklamationsgrund wird beim Passproduzenten geprüft und für Sie ein neuer Reisepass in der Regel kostenfrei produziert. Eine Gebühr für den neuen Reisepass ist nur dann zu entrichten, wenn der Defekt des Chips (Reklamationsgrund) durch unsachgemäßen Gebrauch verursacht wurde.

Bitte beachten Sie: Der Reisepass ist auch mit defektem Chip gültig. Ob Sie mit zusätzlichen Kontrollmaßnahmen rechnen müssen, wenn der Chip in Ihrem Reisepass defekt ist, hängt von den Einreisebestimmungen Ihres Ziellandes ab. Über die aktuellen Einreisebestimmungen Ihres Reiselandes und die erforderlichen Ausweisdokumente informieren Sie sich bitte rechtzeitig vor Antritt der Reise. Auskunft dazu geben Ihnen unter anderem die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Wie verläuft die Kontrolle mit dem Reisepass an den deutschen Grenzen?

Die deutsche Bundespolizei führt stufenweise elektronische Verfahren zur Unterstützung der Grenzkontrollen ein.

Derzeit werden die im Chip enthaltenen personenbezogenen Daten ausgelesen und maschinell geprüft. Je nach technischer Ausstattung am Kontrollpunkt können Ihr Gesicht und künftig auch Ihre Fingerabdrücke mit den biometrischen Daten im Chip Ihres Reisepasses abgeglichen werden. Aufgrund seiner besseren Qualität dient das im Chip enthaltene Passbild zudem der Sichtkontrolle durch die Bundespolizei.

Ist der Kontrollvorgang erfolgreich beendet, werden die bei der Überprüfung verwendeten Daten gelöscht. Eine weitere Speicherung findet nicht statt.

Kann künftig auf die Grenzkontrolle durch Beamtinnen und Beamte verzichtet werden?

Nein. Der automatisierte elektronische Abgleich mit den Daten in der maschinenlesbaren Zone und/oder den biometrischen Daten im Chip des Reisepasses kann die herkömmliche Grenzkontrolle zwar in vielen Fällen beschleunigen, wird aber nur ergänzend eingesetzt. Die Grenzkontrolle durch Beamtinnen und Beamte wird nicht abgeschafft.

Schwerpunktthemen

Mediathek

Video | 09.05.2017Informationsvideo zum neuen Reisepass
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