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Migration und Integration Aufenthaltsrecht Artikel Ein­rei­se und Auf­ent­halt

Nach Deutschland darf einreisen, wer die Einreisevoraussetzungen erfüllt. Für eine rechtmäßige Einreise und einen rechtmäßigen Aufenthalt müssen die im europäischen und im nationalen Recht festgelegten Voraussetzungen erfüllt sein.

Dazu gehören beispielsweise ein (ggf. erforderliches) Visum, ein legitimer Aufenthaltszweck und eine gesicherte Finanzierung des Aufenthalts.

Unerlaubte Einreise

Die Einreise eines Ausländers (der weder einem EU- noch einem Schengen-Mitgliedstaat angehört) in das Bundesgebiet ist unerlaubt, wenn er nicht den erforderlichen Aufenthaltstitel und den erforderlichen Pass oder Passersatz besitzt (§ 14 AufenthG) oder wenn für ihn eine Einreisesperre besteht und er ohne Betretenserlaubnis einreist (§ 14 i. V. m. § 11 AufenthG).

Ein Ausländer, der unerlaubt einreisen will, wird an der Grenze zurückgewiesen. Die unerlaubte Einreise und der unerlaubte Aufenthalt im Bundesgebiet sind strafbar.
Nach dem Aufenthaltsgesetz darf ein Beförderungsunternehmen nur Ausländer auf dem Land-, Luft- und Seeweg nach Deutschland befördern, die im Besitz der erforderlichen Reisepässe und ggf. Visa sind. Damit soll einer unerlaubten Einreise und der illegalen Beschäftigung vorgebeugt werden. Wird ein Ausländer von der Grenzpolizei zurückgewiesen (das heißt: ihm die Einreise nach Deutschland verweigert), so sind die Beförderungsunternehmen zu seiner Rückbeförderung verpflichtet.

Aufenthalt in Deutschland

Die Voraussetzungen für einen Aufenthalt von bis zu höchstens 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen in einem Schengen-Staat (auch Deutschland) sind durch das Recht der EU geregelt. Kurzzeitaufenthalte sind z.B. zu touristischen Zwecken, zum Besuch von Freunden oder Familie und zu Geschäftszwecken möglich. Aufenthalte von über drei Monaten sind hingegen durch das nationale Recht geregelt. Sie kommen nur für bestimmte Zwecke in Betracht, wie beispielsweise Nachzug zum / zur Ehepartner/in, zum Studium oder zur Beschäftigung (insbesondere für Forscher und Hochqualifizierte). Ausländer, die einen dieser Aufenthaltszwecke erfüllen, erhalten einen Aufenthaltstitel in der Form des elektronischen Aufenthaltstitels (eAT). Mit der Einführung des eAT wurden die europäischen Vorgaben zur einheitlichen Gestaltung des Aufenthaltstitels für Drittstaatenangehörige umgesetzt. Die einschlägigen EU-Verordnungen (EG Nr. 1030/2002 und 380/2008) verpflichten alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union, einen einheitlichen Aufenthaltstitel mit biometrischen Merkmalen auszustellen.
Der eAT besitzt einen nicht sichtbaren Chip im Karteninneren, auf dem die persönlichen Daten, ggf. aufenthalts- bzw. erwerbstätigkeitsrechtliche Auflagen sowie die biometrischen Merkmale (Lichtbild und zwei Fingerabdrücke) gespeichert sind.

Für Drittstaatenangehörige, die zum 1. September 2011 im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels als Klebeetikett waren, hat sich nichts geändert. Die bisher ausgestellten Aufenthaltstitel behalten ihre Gültigkeit. Erst bei einer späteren Verlängerung oder Neuausstellung wird der Aufenthaltstitel als eAT ausgestellt.

Alle Aufenthaltstitel werden weiterhin in der Ausländerbehörde beantragt. Neu zu berücksichtigen ist die Produktionszeit und die dadurch bedingten längeren Ausstellungszeiten in den Ausländerbehörden.
Hinweis: Zur Antragstellung ist das persönliche Erscheinen in der Ausländerbehörde (vier bis sechs Wochen vor Ablauf der Gültigkeit des Aufenthaltstitels) erforderlich. Auskünfte zum Antragsverfahren gibt die jeweils zuständige Ausländerbehörde.

Weitere Informationen zum elektronischen Aufenthaltstitel finden Sie hier.

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