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Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch Sitz von Parlament und Regierung.

Von der Reichshauptstadt zur Bundeshauptstadt

Von der Reichsgründung 1871 bis zum Ende des „Dritten Reiches“ im Jahr 1945 war Berlin Reichshauptstadt. Mit dieser Zeitspanne von 74 Jahren übertrifft es zeitlich andere Städte, die in der deutschen Geschichte als Hauptstädte dienten: Frankfurt am Main war von 1815 bis 1866 Sitz des Deutschen Bundes, Bonn war von 1949 bis 1990 Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

Der Einigungsvertrag vom 31.08.1990 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklärte Berlin zur Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands.

Sitz von Parlament und Regierung

Zunächst blieben Parlament und Regierung aber noch in Bonn. Am 20.6.1991 fiel im Bundestag die knappe Entscheidung zugunsten Berlins als Parlaments- und Regierungssitz. Auch der Bundesrat, dessen Sitz zunächst in Bonn bleiben sollte, beschloss mehrheitlich, nach Berlin umzuziehen.

Im Sommer 1999, 50 Jahre nach der Gründung der "Bonner Republik" und 10 Jahre nach dem Fall der Mauer, zogen Bundestag und Bundesregierung nach Berlin um.

Seit dem 1. September 2006 ist die Rolle Berlins als Bundeshauptstadt im Grundgesetz verankert. In Artikel 22 Abs. 1 Satz 1 heißt es: „Die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist Berlin.“

Berlin symbolisiert wie keine andere deutsche Stadt die Kontinuitäten und Brüche deutscher Geschichte. Gerade in Berlin sind neben den demokratischen Traditionen die Spuren des Kaiserreichs, des nationalsozialistischen Unrechtsregimes und der deutschen Teilung allgegenwärtig.

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