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Gesellschaft und Verfassung Gesellschaftlicher Zusammenhalt/Ehrenamt Artikel Bun­des­pro­gramm - In­te­gra­ti­on durch Sport

Sport hebt die Grenzen zwischen verschiedenen Hautfarben, Glaubensrichtungen und Nationalitäten auf.

Um den Integrationsprozess von Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen, fördert das Bundesministerium des Innern in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das bundesweite Programm "Integration durch Sport". Die Koordinierung des seit nunmehr 25 Jahren erfolgreichen Programms erfolgt durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), die Umsetzung in den Landessportbünden und den Sportvereinen vor Ort.

Förderung von Stützpunktvereinen

Das Programm wurde 1989 zunächst unter dem Namen "Sport mit Aussiedlern" auf Initiative der Bundesregierung ins Leben gerufen und steht mittlerweile, unter dem geänderten Namen "Integration durch Sport", allen Zuwanderergruppen sowie Einheimischen offen. Die Bundeszuwendung ist mit 5,4 Mio. € pro Jahr trotz angespannter Haushaltslage stabil.

Mit diesen Bundesmitteln werden in den sogenannten Stützpunktvereinen integrative Maßnahmen finanziell unterstützt. Weiterhin können sich alle Sportvereine zu den Zielen des Programms beraten lassen und ehrenamtlich Engagierte erhalten Zugang zu entsprechenden Fortbildungen.

Ziele des Programms

Durch gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund soll die gegenseitige Toleranz sowie die gesellschaftliche Integration der Zugewanderten gefördert werden (Integration durch den Sport).
Zudem sollen mehr Menschen mit Migrationshintergrund für eine aktive Beteiligung auf allen Ebenen des Vereinslebens gewonnen werden (Integration in den Sport).
Ebenso sollen die Angebote der Vereine stärker auf die Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund eingehen (Interkulturelle Öffnung der Sportvereine).

Vielfältige Sport- und Freizeitangebote

Das durch die Vereine angebotene Sport- und Freizeitangebot ist groß. In bundesweit ca. 750 Stützpunktvereinen mit über 2 000 integrativen Sportgruppen treiben pro Jahr etwa 38 000 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund Sport. Neben beliebten Sportarten wie Volleyball, Handball, Basketball oder Turnen gibt es auch spezielle Kurse wie Gorodki, Sambo, Boxen oder Ringen.

Im Team zählt jeder Einzelne

Das Programm ist eine wichtige Stütze der Integrationsförderung in Deutschland. Im Vereinssport können alle Menschen erleben, dass sie willkommen sind, gebraucht werden und einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten können. Das schafft Zugehörigkeit und fördert Integration. Im spielerischen Miteinander werden Fairness, Toleranz, Respekt und Teamgeist vermittelt. Insbesondere für die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist es nur von Vorteil, wenn diese grundlegenden sozialen Werte früh vermittelt werden.

Schwerpunktthemen

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