Jedes Alter zählt
Der demografische Wandel wird – ähnlich wie die Globalisierung – Deutschland in den nächsten Jahren und Jahrzehnten so tiefgreifend verändern wie kaum eine andere Entwicklung: Wir leben erfreulicherweise länger, sind gesünder und mobiler als alle Generationen vor uns. Aber wir werden auch immer weniger.
Demografiestrategie der Bundesregierung "Jedes Alter zählt"
Die Bundesregierung hat die Gestaltung des demografischen Wandels zu einem Schwerpunkt ihrer Regierungsarbeit gemacht. Sie hat – koordiniert durch den Bundesminister des Innern – im Jahr 2009 zunächst auf der Bundesebene die ressortübergreifende Zusammenarbeit verstärkt. Im Jahr 2011 hat sie einen Demografiebericht mit einer umfassenden Bestandsanalyse erarbeitet und darauf aufbauend im Jahr 2012 die Demografiestrategie "Jedes Alter zählt" vorgelegt. In der Demografiestrategie werden zentrale Herausforderungen und Handlungsfelder für die Gestaltung des demografischen Wandels aufgezeigt, in denen die Veränderungen durch den demografischen Wandel für den Einzelnen wie für die Gesellschaft insgesamt in den nächsten Jahren besonders spürbar werden.
Dialogprozess zur Gestaltung des demografischen Wandels
Eine Demografiepolitik für Deutschland kann nur erfolgreich sein, wenn alle staatlichen Ebenen und gesellschaftlichen Kräfte, Bund, Ländern und Kommunen, Sozialpartner, Verbände, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und selbstverständlich auch die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land aktiv daran mitwirken. Die Bundesregierung hat daher mit der Demografiestrategie einen ebenenübergreifenden Dialogprozess zur Gestaltung des demografischen Wandels eingeleitet. Durch regelmäßige Gipfelveranstaltungen unter Beteiligung von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat sie eine Plattform für alle Akteure geschaffen, die es ermöglicht, voneinander zu lernen und Kräfte zu bündeln. Erstmals ist es gelungen, die unterschiedlichen Ebenen und Initiativen in einem Gesamtansatz zusammenzuführen.
Zweiter Demografiegipfel am 14. Mai 2013 – Vorstellung erster Ergebnisse und geplanter Maßnahmen
Die auf dem ersten Demografiegipfel am 4. Oktober 2012 begonnene Zusammenarbeit der verschiedenen Gestaltungspartner hat zu ersten Ergebnissen geführt. Anlässlich des zweiten Demografiegipfels, zu dem Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich am 14. Mai 2013 wieder nach Berlin eingeladen hatte, wurden die bis dahin gemeinsam erzielten Vorschläge und Anregungen vorgestellt. Diese zeigen, dass in unserem Land eine große Bereitschaft und ein enormes Potenzial für die Gestaltung des demografischen Wandels zur Verfügung stehen. Einen Überblick auf die bis zum zweiten Gipfel erzielten Ergebnisse und geplanten Maßnahmen finden Sie in der nebenstehenden Gipfelbroschüre.
Schwerpunktthemen der Demografiestrategie werden weiter entwickelt
Der Dialogprozess zeigt aber auch, dass die Verständigung auf gemeinsame Sichtweisen und die Entwicklung neuer Strategien und Lösungswege nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen sind. Die Bundesregierung wird deshalb gemeinsam mit den Gestaltungspartnern die Schwerpunktthemen der Demografiestrategie weiterentwickeln und den Arbeitsgruppenprozess fortsetzen. Dazu gehört, gefundene Lösungsansätze zu konkretisieren und umzusetzen oder neue Themen festzulegen und hierfür Lösungen zu erarbeiten.
Die Bundesregierung plant weitere Folgegipfel, auf denen die bis dahin erzielten Ergebnisse vorgestellt werden.

