Bevölkerungsschutz Ehrenamt im Bevölkerungsschutz Artikel Unterstützung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz
Über 1,8 Millionen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind die Basis einer Sicherheitsarchitektur, die sich täglich bewährt – von der örtlichen Gefahrenabwehr bis zur Bewältigung von Naturkatastrophen. Ohne die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Mitarbeit in den Organisationen wäre die Einsatzfähigkeit der Einheiten kaum möglich. Die ehrenamtliche Arbeit in den verschieden ausgerichteten und immer hoch professionell aufgestellten Organisationen zu fördern und für die Zukunft zu sichern, ist erklärtes Ziel des Bundesministeriums des Innern (BMI).
Förderung des Ehrenamts ist gesetzlicher Auftrag
Vom Bundesminister des Innern wurde in der Vergangenheit mehrfach öffentlich die Bedeutung der Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz betont. Seit April 2009 hat der Bund sogar den gesetzlichen Auftrag, das Ehrenamt als Grundlage des Zivil- und Katastrophenschutzes zu fördern (§ 20 des Gesetzes über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes, kurz ZSKG).
Mit der Aufnahme des Ehrenamtes als Basis des staatlichen Notfallvorsorgesystems in das Gesetz wurden die Voraussetzungen für Maßnahmen geschaffen, die dem besonderen Charakter des Ehrenamtes im Zivil- und Katastrophenschutz gerecht werden und den Beitrag der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zur staatlichen Notfallvorsorge würdigen.
Förderpreis Helfende Hand
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Die Unterstützung des Ehrenamts im Zivil- und Katastrophenschutz (§ 20 ZSKG) ist deshalb eine der wichtigsten politischen Aufgaben für die Zukunftssicherung im Bevölkerungsschutz.
Um das freiwillige Engagement von Gruppen und Einrichtungen im Bevölkerungsschutz bekannt zu machen und öffentlich zu würdigen, verleiht der Bundesinnenminister jährlich den Preis zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz (Helfende Hand). Er zeichnet damit Ideen und Konzepte aus, die das Interesse der Menschen für ein ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz wecken.
Forschung zum Ehrenamt der Zukunft
Ein wichtiges Projekt auf Bundesebene ist die wissenschaftliche Aufbereitung und Hintergrundforschung mit dem Ziel einer nachhaltigen Sicherstellung unserer ehrenamtlichen Strukturen. Es ist wichtig zu wissen, wo Verbesserungsbedarf besteht, welche Zusammenhänge bislang nicht gesehen oder beachtet wurden, die aber wichtig sind für die Attraktivität des Ehrenamtes in Zukunft.
Ende 2011 hat das Bundesministerium des Innern hierzu ein umfassendes Forschungsprojekt initiiert. Ziel ist im ersten Schritt ein Baukasten von bewährten Vorgehensweisen ("best practice"). Parallel entsteht ein Überblick über noch unbearbeitete Problemfelder.
+ Ehrenamtplakat des BBK für 2010
Quelle: BBK
Aus den Ergebnissen werden in einem zweiten Schritt strategische Ansätze für Helfergewinnung und Helferbindung entwickelt. Möglichkeiten zur Optimierung durch Selbstschutz, Technik und neue Organisationsstrukturen werden aufgezeigt. Das Gesamtergebnis der Studie soll Ende 2013 vorliegen.
Als Teil der Unterstützungsmaßnahmen des Bundes gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Werbeplakate für das freiwillige Engagement im Bevölkerungsschutz heraus. Das Motiv in Verbindung mit dem Text unterstreicht, dass das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz für unsere Gesellschaft eine große Rolle spielt. Gleichzeitig ist das Plakat ein öffentlicher Dank an die rund 1,8 Millionen freiwilligen Helferinnen und Helfer.
Kinder- und Jugendarbeit
Kinder- und Jugendarbeit ist in allen anderen Hilfsorganisationen ein wichtiges Arbeitsfeld. Kinder und Jugendliche sollen für die Arbeit und die Mitarbeit in einer Hilfsorganisation motiviert werden und für die Thematik des Hilfeleistungssystems im Bevölkerungsschutz sensibilisiert werden. Die Angebote der Hilfsorganisationen sind sehr vielfältig und bestehen aus einer Mischung von Spielen, Lernen, Ausprobieren und anderen Helfen in einer bunt gemischten Gruppe. Den Jugendlichen soll neben dem Verantwortungsbewusstsein auch die Bedeutung von Zusammenhalt, Teamwork und sozialen Aufgaben vermittelt werden.
Speziell an Schüler mit Migrationshintergrund richtet sich das Kooperationsprojekt "Integration durch Technik" zwischen der Ernst-Schering-Oberschule Berlin und dem THW, das 2009 vom Bundesministerium des Innern initiiert wurde.
Freiwilliges Engagement im Bevölkerungsschutz bietet aber auch ganz persönliche Vorteile. Zum Beispiel der Gewinn persönlicher und sozialer Anerkennung, eine erstklassige Ausbildung, die auch beruflich weiterhelfen kann, die erfolgreiche gemeinsame Arbeit im Team aber auch der Spaß bei gemeinsam verbrachter Freizeit.





