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Bevölkerungsschutz Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Artikel Das Bun­des­amt für Be­völ­ke­rungs­schutz und Katastrophenhilfe

Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage wurde im Mai 2004 das BBK errichtet.

Gemeinsam mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) nimmt es als Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern (BMI) Aufgaben der Zivilen Sicherheitsvorsorge insbesondere im Bevölkerungsschutz und in der Katastrophenhilfe wahr.

Das Amt versteht sich als Dienstleistungszentrum des Bundes mit einer Fülle von Angeboten für die Behörden aller Verwaltungsebenen sowie die im Bevölkerungsschutz mitwirkenden Organisationen und Institutionen. Die Bezeichnung "Bevölkerungsschutz" verdeutlicht diesen übergreifenden Ansatz; der traditionelle (engere, mit dem Verteidigungsauftrag verbundene) Begriff "Zivilschutz" wurde ausdrücklich nicht fortgeführt. Der Namensbestandteil "Katastrophenhilfe" verweist auf eine weitere Akzentsetzung des zivilen Sicherheitsauftrages des Bundes: Auf das Angebot des Bundes zur Unterstützung des Krisenmanagements der Länder bei großflächigen Gefahrenlagen unterschiedlichster Ursachen; vor allem auf den Gebieten der Information, der Koordination, des Managements von Engpass-Ressourcen sowie beim Üben des Krisenmanagements.

Aufgaben des BBK

Planung und Vorbereitung von Maßnahmen des Bevölkerungsschutzes im Rahmen der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge (Notfallvorsorge und Notfallplanung). Hierzu gehören vor allem

  • Wahrnehmung einer konzeptionellen Zentralstellenfunktion gegenüber den Ländern
  • Erarbeitung und Fortschreibung von Planungs-, Schutz- und Vorsorgekonzepten für den Bevölkerungsschutz
  • Umsetzung des gemeinsam mit den Ländern entwickelten neuen Ausstattungskonzeptes für den Ergänzenden Katastrophenschutz
  • Intensivierung der zivil-militärischen Zusammenarbeit sowie der Zusammenarbeit mit den Polizeien

Planung und Vorbereitung der Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei besonderen Gefahrenlagen. Hierzu gehören vor allem

  • administrative Unterstützung (Geschäftsstellenfunktion) der Interministeriellen Bund-Länder-Koordinierungsgruppe für großflächige Gefahrenlagen
  • Vorhalten von Informations- und Koordinationsfunktionen durch Betrieb und Weiterentwicklung des Gemeinsamen Melde- und Lagezentrums von Bund und Ländern (GMLZ) und des deutschen Notfallvorsorge-Informationssystems (deNIS)
  • Koordinierung und Steuerung der administrativen, medizinischen und psychosozialen Nachsorge, Opfer und Angehörigen-Hilfe (NOAH) für von schweren Unglückfällen oder Terroranschlägen im Ausland betroffene Bundesbürger nach Rückkehr in das Inland

Planung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Krisenmanagementübung

  • ressort- und länderübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX (Länderübergreifende Krisenmanagementübung/Exercise)

Kritische Infrastrukturen

  • Mitarbeit an einer nationalen Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen und Unterstützung der Koordinierungsfunktion des BMI im Rahmen der ressortübergreifenden Zusammenarbeit und gegenüber den Ländern

Ausbildung, Fortbildung und Schulung von Entscheidungsträgern und Führungskräften aus dem Gesamtbereich der Zivilen Sicherheitsvorsorge einschließlich des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe

  • Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz

Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz

  • Entwicklung und Optimierung von länder- und ressortübergreifenden Rahmenkonzepten zur Abwehr von Gesundheitsgefahren sowie zum medizinischen und seuchen-hygienischen Management im Bereich des Bevölkerungsschutzes

Warnung und Information der Bevölkerung, insbesondere

  • Ausbau des integrierten Warnsystems mit dem Kernelement der satellitengestützten Warninformation über Rundfunk
  • Entwicklung von Konzepten für eine umfassende Information der Bevölkerung einschließlich der Risiko- und Krisenkommunikation

Stärkung der bürgerschaftlichen Selbsthilfe, insbesondere

  • Förderung der Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe
  • Unterstützung der Gemeinden bei ihren Selbstschutzaufgaben

Forschung und Entwicklung, insbesondere

  • Etablierung des BBK als nationaler Netzknoten für das Management der nicht polizeilichen zivilen Sicherheitsforschung
  • Initiierung und fachliche Begleitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in allen Bereichen des Krisenmanagements
  • Ausbau der wissenschaftlich-anwendungsorientierten Erkenntnisgewinnung in Zusammenarbeit mit der Schutzkommission beim BMI

Mitwirkung bei der internationale Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz

  • Mitgestaltung und Umsetzung des EU-Gemeinschaftsverfahrens
  • Positionierung des BBK bei internationalen Organisationen durch Gremienarbeit und Vernetzung
  • Vermittlung von Experten für internationale Veranstaltungen und Projekte

Schwerpunktthemen

Mediathek

Video | 25.11.2014Rede des Bundesinnenministers zum Bundeshaushalt 2015
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Publikationen

06.10.2014Leitfaden Krisenkommunikation
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