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Körperscanner im Feldtest am Flughafen Hamburg

"Der heutige Tag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Sicherheit im Luftverkehr." Mit diesen Worten gab Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am 27. September am Flughafen Hamburg den Auftakt zum Testbetrieb des Körperscanners.

Der Testbetrieb, dem umfangreiche Labortests in der Forschungs- und Erprobungsstelle der Bundespolizei in Lübeck vorausgingen, wird in den nächsten sechs Monaten zeigen, wie sich der Körperscanner bei der Flugsicherheitskontrolle bewährt. Der Test wird von der Bundespolizei mit Unterstützung der Flughafen Hamburg GmbH durchgeführt. An der zentralen Kontrollstelle "Airport Plaza" wurden zwei Kontrollspuren mit einem Körperscanner "ProVision ATD" ausgerüstet. Dieses Gerät arbeitet mit aktiver Millimeterwellentechnologie.

Start der Pilotphase der Körperscanner in Hamburg

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Junge Frau im Körperscanner + Junge Frau im Körperscanner Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

De Maizière, der selbst als erster durch den Körperscanner ging, nannte die drei Voraussetzungen, die für ihn entscheidend waren, mit dem Test zu beginnen: " Erstens, die Persönlichkeitsrechte sind zu wahren - diese Anforderung ist voll erfüllt. Körperbilder werden nicht erstellt. Die Position von detektierten Gegenständen wird an einem Piktogramm, also einem "Strichmännchen", angezeigt. Auch werden die erhobenen Daten sofort nach der Kontrolle gelöscht. Zweitens, die vollständige gesundheitliche Unbedenklichkeit war unabdingbar für den Testbetrieb. Auch diese ist nachgewiesen. Drittens, der Körperscanner muss leistungsfähig sein. Hier gibt es noch Probleme. Wir haben zu viele Fehlalarme. Aber wir arbeiten gemeinsam mit dem Hersteller an der Verbesserung der Software. Und um hier besser zu werden, brauchen wir den Test unter realen Bedingungen." Ziel des Feldtests ist es, Erfahrungen mit dem Körperscanner am Flughafen für eine schnelle, effiziente und dienstleistungsorientierte Luftsicherheitskontrolle zu gewinnen und Grundlagen für die Entscheidung zu erlangen, ob Körperscanner auf den deutschen Flughäfen eingesetzt werden sollen.

Die Teilnahme der Passagiere am Feldtest ist freiwillig. Auch das war dem Minister ein wichtiges Anliegen - genauso wie die anschließende Befragung der Reisenden, die den Körperscanner benutzen. "Es ist wichtig, dass die neue Technologie von den Passagieren angenommen wird. Man muss die Menschen einbeziehen, wenn man sie mitnehmen will", erläuterte de Maizière. Eine Studie zur Akzeptanz wird die Testphase begleiten und bald erste Ergebnisse bringen.

Der Scanvorgang ist schnell und unkompliziert - davon konnte sich nicht nur der Minister überzeugen, sondern im Anschluss auch jeder Reisende, der sich an einer der beiden Kontrollspuren mit dem Körperscanner anstellte: Der Passagier betritt eine Kabine, die während der gesamten Zeit offen bleibt, und stellt sich auf die gelben Markierungen. Die Arme müssen so über dem Kopf gehalten werden, dass sich die Fingerspitzen möglichst knapp berühren. Nach rund drei Sekunden des Stillstehens kann der Passagier aus der Kabine heraustreten. Der eigentliche Scanvorgang ist abgeschlossen. Das Gerät berechnet nun, ob Gegenstände erkannt wurden, und zeigt diese gegebenenfalls mit einem gelben Quadrat auf einem Piktogramm an. Bei einem grünen "Okay" kann der Passagier die Kontrollstelle verlassen. Im Falle der Anzeige eines Gegenstandes und nach dem Zufallsprinzip erfolgt eine Nachkontrolle, wie sie bereits von den Torsonden bekannt ist. Am ersten Tag des Testbetriebs wurde die neue Technologie von den Reisenden bereits gut angenommen. Erste Rückmeldungen zum Ablauf und zum Komfort am Körperscanner fielen durchaus positiv aus.

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